Merken - Pläne für Indesee: IG spürt große Unruhe in Merken

Pläne für Indesee: IG spürt große Unruhe in Merken

Von: cl
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Merken. Große Unruhe im Ort stellt die IG Merken seit dem Unglück von Nachterstedt fest. Immer wieder gebe es seit dem Erdrutsch am Concordiasee Anfragen von besorgten Bürgern, sagt IG-Sprecher Josef Bellartz.

„Seit Jahren müssen wir uns bei unserer Arbeit auf Gutachten und Studien verlassen. Auch wenn man sachlich bleiben will: Seit zwei Wochen schauen sich die Merkener die Indensee-Pläne wieder genauer an”, weiß Bellartz. Auch wenn die Situation nach Ansicht von Experten nicht vergleichbar mit der in Nachtersted ist, so bleibe die Frage, ob nicht andere, noch unbekannte Risiken für den Ort bestehen, wenn das Restloch des Tagebaus Inden bis fast an den Ortsrand mit Wasser gefüllt wird.

„Die zukünftige Abbaugrenze liegt rechtwinklig um unseren Ort - im Abstand von etwa 200 Metern. Und es geht dort bis über 200 Meter abwärts. Wenn der Tagebau uns erreicht, dann wird Merken wie eine große Nase freigebaggert”, erklärt der IG-Sprecher.

Vor diesem Hintergrund könnten „vorschnell beruhigende Stellungnahmen” die Sorgen der Merkener nicht beseitigen. Bellartz: „Nach wie vor lehnen wir die Restseelösung in der vorliegenden Version ab. Zudem versuchten wir bereits vor Jahren vergeblich, die Sicherheitszone deutlich zu vergrößern. Genau das fordern wir heute verständlicherweise wieder. Wir sind nicht bereit, Sicherheit gegen finanzielle Interessen und ein Restrisiko einzutauschen.”

„Sehr bedauerlich” findet Horst Knapp von der Interessengemeinschaft, dass die Frage nach einer Klage gegen die Restseelösung offenbar zum Wahlkampfthema wird. „Seit vielen Monaten steht im Falle der endgültigen Zustimmung zum Restsee seitens der Stadt Düren die Option fest, gegen das Verfahren zu klagen”, betont Knapp und stellt klar: „Als auf Stadtgebiet einzig direkt Betroffene sind wir Merkener froh, das alle Möglichkeiten für unsere Position ausgeschöpft werden und wir bisher die volle Unterstützung der Stadt erhalten haben.”

Dass es nun zum wiederholten Mal von Seiten der Opposition im Dürener Stadtrat einen Antrag gebe, der Indeland Entwicklungsgesellschaft beizutreten, ärgert die IG-Vertreter, die in diesem Schritt die Akzeptanz der Seelösung sehen. Daran habe die IG nach wie vor kein Interesse, sagt Knapp: „Wir sehen darin sogar eine Schwächung unserer Position.”
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