Pionierarbeit in Sachen gelebter Inklusion

Von: Fred Schröder
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Helmut und Maria Paulus wurden vom Vorsitzenden Siegfried Bergsch (rechts) geehrt. Foto: Fred Schröder

Düren-Rölsdorf. Der „Verein für behinderte Kinder“ der Kindertagesstätte am Sonnenweg in Rölsdorf feiert seinen 40. Geburtstag. „Am Sonnenweg werden Inklusion und Miteinander gelebt“, sagte Dürens Bürgermeister Paul Larue dem Verein.

Zahlreiche Gratulanten hoben hervor, dass in der Kindertagesstätte Pionierarbeit geleistet werde. Die Integration sei dort bereits praktisch gelebt worden, als das Wort Inklusion noch nicht auf der Tagesordnung gestanden habe. Derzeit werden in der Kindertagesstätte 70 Kinder in sechs Gruppen betreut.

Siegfried Bergsch, der Vorsitzende des Vereins, zeichnete in seiner Begrüßung den Weg des Vereins und der Kindertagesstätte nach. Der damalige „Verein zur Förderung und Betreuung körperlich und geistig behinderter Kinder“ ging 1972 mit Unterstützung des Landschaftsverbandes sowie der Stadt und des Kreises Düren das Wagnis ein, auf dem damals noch freien Feld den „Sonderkindergarten“ zu bauen.

Die Eröffnung erfolgte im Herbst 1975 unter Helmut Paulus und Dr. Karl Frohn. „Wir haben uns bereits 1986 dem Integrationsgedanken gestellt, als wir die erste Gruppe behinderter und nicht behinderter Kinder gründeten“, sagte Bergsch. „Die vier Leiterinnen, die die Einrichtung bis heute hatte und hat, haben das Gesicht der Kita geprägt“, sprach Bergsch dem Personal seinen Dank aus.

Einige dieser „Frauen der ersten Stunde“ fanden sich dann in der Gruppe der zu Ehrenden wieder. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: der Ehrenvorsitzende Helmut Paulus und seine Frau Maria, die Familie Frohn, Ruth Roehlich, Ulrich Lenen, Maria und Günther Palm, Hildegard Nießen (derzeitige Leiterin), Uschi Hittaler, Sybille Fackeldey, Helga Zimmers, Klare Meisenberg, Resi Kluth und Winand Krauthausen. Auszeichnungen für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Rolf Jäger, Chintia Breuer, Angela und Claus Herrmann, Claus Zimmers und Luise Thelen.

Mit einem Gastgeschenk von zehnmal 40 Euro reihte sich Peter Borsdorff in die Schar der Gratulanten ein. Vor 20 Jahren lief er erstmals für behinderte Kinder. Die Idee zur Gründung der Aktion „Running for Kids“ lieferte ihm der damalige Sonderkindergarten. Der sammelte Geld für die Anschaffung eines Bollerwagens, mit dem behinderte Kinder durch den Sand an der holländischen Nordsee gezogen werden konnte. Peter Borsdorff half mit den ersten 1000 Mark seiner Aktion. Und er läuft immer weiter, hat aktuell 1,2 Millionen Euro gesammelt.

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