Pierer feiern den Abschluss der Umsiedlung

Von: kin
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Pier. 470 Einwohner, acht Ortsvereine – auch das neue Pier, das nach der Umsiedlung Ortsteil von Langerwehe geworden ist, hat eine gute Dorfgemeinschaft, die zusammenhält. Das haben die Pierer beim Abschlussfest der Umsiedlung am Samstag eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Über 50 selbst gebackene Kuchen warteten beim riesigen Kuchenbuffet darauf, verspeist zu werden, und unzählige helfende Hände sorgten dafür, dass der Tag für alle zu einem schönen Erlebnis wurde.

Bevor im Festzelt aber gefeiert wurde, stellte der Historiker Dr. Peter Staatz im Pierer Bürgerhaus seine 350 Seiten starke Dorfchronik „Geschichte zwischen Rur und Inde – Der Raum Pier/Vilvenich von den Anfängen bis zur Umsiedlung“ herausgebracht. Das Buch ist ab sofort in den Rathäusern von Inden und Langerwehe für 15 Euro erhältlich. Das Werk geht weit in die Geschichte zurück. Die ältesten Funde, die die Anwesenheit von Menschen im Raum Pier/Vilvenich belegen, stammen aus der Altsteinzeit. Und auch die Römer haben später dort eine Fülle von Spuren hinterlassen.

In der Chronik von Peter Staatz geht es aber natürlich auch um die neuere Ortsgeschichte. Das 18. Jahrhundert und die Herrschaft Napoleons, Preußenzeit und Kaiserzeit, der Zweite Weltkrieg und natürlich auch die Zeit des Wiederaufbaus werden ausführlich beleuchtet. Schön ist es für viele Leser sicherlich auch, das viele Fotos von Alt-Pier in der Chronik zu finden sind. Die Umsiedlung von Pier, das ja bekanntermaßen dem Bergbau zum Opfer gefallen ist, begann um März 2005. Rund 1400 Menschen, die in 500 Anwesen zu Hause waren, siedelten an neue Standorte um.

Neue Heimat

Zum ersten Mal in der 50-jährigen Geschichte der Umsiedlung entschieden sich hier die Bewohner mehrheitlich für einen Ort, nämlich Neu-Pier in der Gemeinde Langerwehe. Dort haben knapp 500 Leute ein neues Zuhause gefunden. Die anderen „Alt-Pierer“ haben sich für eine neue Heimat innerhalb der Gemeinde Inden entschieden. Viele von ihnen waren zum Umsiedlungsfest nach Neu-Pier gekommen.

„Ich danke allen“, sagte Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels, „die das Wagnis eingegangen sind, hier bei uns in Langerwehe eine neue Heimat zu suchen.“ Er habe es als seine Aufgabe gesehen, alles zu tun, damit die Pierer sich in Langerwehe wohlfühlen. Nach dem offiziellen Teil des Umsiedlungsfestes sorgten die Ortsvereine für jede Menge Spaß und Unterhaltung. Abends spielte die Band „Sound Express“.

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