Düren - Piazzolla: Sinnesrausch für die Zuhörer

Piazzolla: Sinnesrausch für die Zuhörer

Von: han
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Musikalische Reise vom Barock bis nach Buenos Aires: Einen berauschenden Konzertabend gestaltete das „Piazzolla-Klassik-Ensemble” in Schloss Burgau. Foto :Schmitz Foto: Schmitz

Düren. Unterschiedliche Klangwelten bei einem Konzert von internationalem Format: Das „Piazzolla-Klassik-Ensemble” gastierte in Rahmen der Schlosskonzerte der Cappella Villa Duria auf Schloss Burgau und entführte das Publikum auf einen Streifzug durch die Musik mehrerer Jahrhunderte.

Das fünfköpfige Ensemble in der Besetzung Streichquartett und Altsaxophon bestach mit der Darbietung barocker Suiten in zeitgemäßen Arrangements, schuf ein neues Klangerlebnis.

Die Musiker eröffneten den Abend mit Bachs Sonate in g-Moll und sorgten gleich für angenehme Überraschungen. Nahtlos fügte sich das Saxophon in die barocke Musik ein, übernahm abwechselnd die Stimme der ersten Geige oder des Klaviers. Mit souveräner Sicherheit im Zusammenspiel wurde die mehrstimmige Satzstruktur mit ihren melodischen Verläufen zu einem neuen Hörerlebnis. Faszinierend waren die melodischen Dialoge zwischen der Violinistin Eugenia Elen und Altsaxophonist Maxim Berin in Alfred Schnittkes Komposition „Suite im alten Stil”, in der er barocke Tradition und die Eleganz höfischer Tanzsätze in die heutige Zeit transformierte.

Dann zog die Magie des Tangos in den Schlosssaal, und das Quintett widmete sich voller Hingabe der Musik seines Namensgebers. Melancholische Sehnsüchte, glühende Leidenschaft und Tango-Rhythmen durchzogen den Raum. Nicht nur die Zuhörer wurden von den Kompositionen Astor Piazzollas überwältigt, sondern auch die stimmführenden Solisten, die mit ihren Instrumenten den Tango zu tanzen schienen. Begleitet von Lev Abramo (Cello), der zeitweise auch Gitarre spielte, sowie Dmitri Graf (Kontrabass) brillierte auch Multitalent Egor Grechishnikov (Violine; Viola, Klavier). Ihr Spiel wurde zu einem Sinnesrausch für die Zuhörer.

Die Kompositionen von Leroy Andersen „Fiddle-Faddle” oder „My way” von David Mnatzakayan waren Bausteine zum Spannungsaufbau. Mit einem Potpourri aus dem Musical „Anatevka” wurde das Publikum auf den Boden zurückgeholt, um dann bei der Piazzolla Komposition „Verlorenes Land” erneut in die Seele des Tango einzutauchen. Ein betörender Konzertabend.
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