Kreis Düren - Pflege im Alter: Religiöse und persönliche Gewohnheiten

Pflege im Alter: Religiöse und persönliche Gewohnheiten

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Warben vor dem Dürener Museum für das Fachforum (von links): Bouchara Barboua und Ursula Kreutz-Kullmann (AWO Aachen-Land), Peter Brendel und Anna Zeien (low-tec), Marianne Huppenbauer (DRK) sowie Karl Schwarz und Manfred Floßdorf (AWO Düren).

Kreis Düren. Mögen alteingesessene Bürger und Zuwanderer im Alltag auch noch so viele Kleinigkeiten trennen – eines haben sie mit Sicherheit gemeinsam: Sie werden eines Tages alt und brauchen dann womöglich Pflege. Das heißt aber auch: Sie brauchen Pflegekräfte, die sie im Einklang mit ihren kulturellen, religiösen und anderen Gewohnheiten versorgen können.

Hier setzt das Netzwerk „Xenos“ an, zu dem neben Arbeiterwohlfahrt (Awo), Deutschem Roten Kreuz (DRK) und dem Qualifizierungsunternehmen low-tec auch die Stadt Eschweiler und das auf dem Gebiet der Arbeitnehmerbildung tätige Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath gehören. Mit dem Fachforum „Kulturkompetenz in der Pflege“ im Leopold-Hoesch-Museum zu Düren wollen die Mitgliedsverbände des Forums nun am Dienstag, 25. Juni, ihre Arbeit nach außen tragen.

„Xenos“ ist eines der Bundesarbeitsministerium geförderten Projekte und heißt mit vollem Namen „Xenos-Zirqel“, wobei „Zirqel“ für „Zentrum für interkulturelle Kompetenzen und Qualifizierung im Gesundheitssektor des Lernorts ländliche Grenzregion Aachen/Düren“ bedeutet. Dabei steuert jede der beteiligten Instanzen etwas Spezielles bei.

Ursula Kreutz-Kullmann von der AWO Städteregion Aachen spricht mit ihren Kollegen gezielt Familien mit Zuwanderungshintergrund auf das Thema „Pflege“ an und setzt dabei in starkem Maße auf Multiplikatoren aus Moscheevereinen und anderen Zusammenschlüssen von Migranten. Anna Zeien von der low-tec setzt den Blickwinkel anders an: „In unserem Teilprogramm wollen vor allem Menschen mit Zuwanderungshintergrund nahebringen, dass sie für die Pflege von Migranten ein besonderes Talent mitbringen.“

Und beim Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath geht es darum, Mentorenkreise aufzubauen, deren ebenfalls aus der Pflege stammenden Mitglieder junge Menschen begleiten, sobald sie sich zu einer Ausbildung auf diesem Gebiet entschlossen haben.

Das Fachforum, mit dem sich die Träger des Projektes nun zum inzwischen dritten Mal der Öffentlichkeit gegenüber darstellen, richtet sich an Fachkräfte, Multiplikatoren und Entscheidungsträger aus dem Gesundheitssektor, dem Bereich der Integration, Organisationen von Migranten, Politik und Verwaltung.

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