Drove - Pfarrermord und Wallfahrten: Neues Buch vorgelegt

Pfarrermord und Wallfahrten: Neues Buch vorgelegt

Von: Bruno Elberfeld
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Karl-Josef Nolden, Vorsitzender der Heimat- und Geschichtsvereins Drove, Boich, Thum (r.) und Klaus Schnitzler stellten Band 8 der Reihe „Drove – Berichte, Erzählungen und Dokumentationen“ vor. Foto: bel

Drove. Fleißig das ganze Jahr über, immer mit dem Erinnerungsstift und dem Blöckchen zur Stelle sind Karl-Josef Nolden und Klaus Schnitzler wenn es heißt, Erzählungen und Geschichten aus Drove, Boich und Thum für ihren Heimat- und Geschichtsverein zusammenzutragen, um sie einer breiteren Öffentlichkeit zu Verfügung zu stellen. Denn Vergangenes darf nicht verloren gehen.

„In Zeiten zunehmender Globalisierung und Reizüberflutung“, so drückt es Klaus Schnitzler als einer der emsigsten Autoren des Vereins im Vorwort des achten Bandes der „Berichte, Erzählungen und Dokumentationen“ aus, müsse der Begriff Heimat wieder in den Fokus der Menschen gerückt werden.

Heimat, erläutern Schnitzler und Nolden, der Vorsitzende des Vereins, bedeute für jeden etwas anderes: ein Mensch, ein Ort, die Familie, eine Landschaft, ein Verein, der Arbeitsplatz und vieles mehr. Schon die Inhaltsübersicht in Band VIII verspricht Spannung und Information. Vereine und Personen werden vorgestellt, Herkunft und Bedeutung von Gebäuden und Denkmalen besprochen, historische Ereignisse aus dem späten Mittelalter bis hin zu den furchtbaren Ereignissen rund um den Zweiten Weltkrieg regen zur Nachdenklichkeit an.

Schnitzler untersucht die Geschichte der Drover Matthiasbruderschaft. Den Beginn der Wallfahrt zum Grab des Apostels Matthias datiert er auf das Jahr 1127. Ortsvorsteher Horst Hechemer berichtet über 40 Jahre Wallfahrt der Drover Bruderschaft nach Trier nach dem Zweiten Weltkrieg. Gebet, Meditation und ein bisschen Abenteuer waren angesagt.

Funde aus vielen Epochen

Nolden hat Aufsätze von Schülern gesammelt, die im Zweiten Weltkrieg und nach der Evakuierung die Schule in Drove besucht haben. Porträts und Interviews vervollständigen die Bilder aus dieser Zeit. Ein Bericht erinnert an die französische Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg. Ältere Menschen in den Orten erinnern sich noch an die die damit verbundenen Schwierigkeiten.

Noch weiter zurück, am 6. Januar 1854, vermelden die Annalen, dass ein Drover mit Namen Christoph Kniprath und einige seiner Kumpane den Stockheimer Pfarrer Wilhelm Keller und seine Haushälterin ermordet hätten. Eine akkurate Arbeit lieferte Thomas Kuck mit einem ausführlichen Bericht über archäologische Funde in der Region Boich.

Kuck nennt Flurnamen und Parzellen der Fundorte und ordnet sie Ereignissen, Werkstätten und Standorten von Bauernhöfen zu. Die Fundstücke datieren aus vielen Epochen, aus der Steinzeit, der Zeit der großen Völkerwanderung nach dem Untergang des Weströmischen Reiches, aus dem 19. Jahrhundert, um einige zu erwähnen. Weitere Berichte Kucks werden folgen.

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