Düren - Pfarrer Henrichs: „Ich gelte wohl als etwas konservativ”

Pfarrer Henrichs: „Ich gelte wohl als etwas konservativ”

Von: Christoph Hahn
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Ein Priester im Unruhestand: Pfarrer Paul Henrichs aus Düren feiert am 25. Februar sein Goldenes Priesterjubiläum. Foto: Hahn

Düren. Er kann es nicht lassen: Von 1974 bis 2001 war der gebürtige Mönchengladbacher Paul Henrichs Pfarrer von St. Bonifatius im Dürener Osten. Auch jetzt, rund zehn Jahre nach seiner Pensionierung, wohnt er nicht weit von seiner ehemaligen Wirkungsstätte an der Binsfelder Straße - und leistet, von ungebrochener körperlicher und geistiger Frische getragen, seine priesterlichen Dienste.

So kann es sein, dass der 77-Jährige am Altar des Karmelitinnen-Klosters an der Kölner Landstraße steht, die Eucharistie in der Dorfkirche oder das heilige Messopfer anderswo in den weiten Gegend rings um die Kreisstadt feiert. Zu feiern gibt es für den Geistlichen jetzt etwas in eigener Sache - und zwar das Goldene Priesterjubiläum, das er mit einem Gottesdienst am 25. Februar begeht.

Man sollte zeigen, wer man ist

„Ich gelte wohl als etwas konservativ”, beschreibt Paul Henrichs seinen Standort innerhalb der Kirche, deren Entwicklung er - kurz vor Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils geweiht - immer wachen Sinnes begleitet hat: „Ich habe immer viel Theologie gelesen und versucht, herauszufinden wohin es geht.” Für was er steht, möchte der Seelsorger und leidenschaftliche Spaziergänger gerne auch nach außen kenntlich machen. Im Hinblick auf seine Kleidung meint Henrichs nur: „Ich bin der Ansicht, dass man zeigen soll, wer man ist.”

Erkennbarer Glauben, erkennbare Priester - darum geht es Pfarrer Henrichs in seinem Wirken. Trotz aller Veränderungen („Wir wissen alle, dass in der Kirche bestimmte Dinge wandelbar sind”) erkennt der Jubilar im Rückblick auf fünf Jahrzehnte eine gewisse Konstanz: „Für mich ist die Kirche stets die geblieben, die sie immer war und ist.”

In die Geschichte der Stadt Düren und ihrer Menschen hat sich Pfarrer Paul Henrichs, den seit 41 Jahren seine aus Würselen stammende Haushälterin Cläre Hansen unterstützt, vielfach eingeschrieben - nicht nur durch Predigten und Eucharistiefeiern in St. Bonifatius.

Bis heute ist er aktiv, unter anderem im Verein zur Mitträgerschaft der Dürener St.-Angela-Schule, aber auch und vor allem als Seelsorger im Karmel, wo er an fast jedem Sonn- und Feiertag die Eucharistie feiert und zudem den Ordensfrauen als Vorstandsmitglied des Fördervereins zur Seite steht. „Manche Leute sind regelrecht verliebt in dieses Kloster”, erkennt Paul Henrichs. Und ein wenig von dieser Verliebtheit scheint wohl auch auf ihn übergesprungen zu sein.

Weihejubiläum am 25. Februar

Sein Priesterjubiläum feiert Paul Henrichs am Freitag, 25. Februar, 10 Uhr, mit einer Messe in St. Bonifatius mit anschließendem Empfang im nahen Jugendheim.

Henrichs bittet, aus Geschenken zu diesem Anlass abzusehen und statt dessen in einem der bereit stehenden Kollektenkörbchen eine Spende für den Förderverein des Klosters zu deponieren.

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