Pfarrer Gombert feiert Goldenes Priesterjubiläum

Von: Christoph Hahn
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Pfarrer Bernhard Gombert feiert am Wochenende sein Goldenes Priesterjubiläum. Foto: Hahn

Düren/Schlich. Er ist ein Teil der Stadt Düren. Von 44 Jahren im aktiven priesterlichen Dienst hat Bernhard Gombert 37 in Düren verbracht, war Kaplan an St. Bonifatius und - die meiste Zeit über - Pfarrer von St. Anna. Auch jetzt, Jahre nach seiner Pensionierung, ist es keineswegs ruhig um ihn geworden. Vor allem in Schlich und D´horn, aber auch an anderen Gottesdienststätten der GdG Langerwehe/Inden feiert der aus Kalterherberg stammende Priester mit den Gläubigen die Messe.

Seine ganz und gar nicht vordergründige Freundlichkeit hat diesem Mann Gottes und der Kirche einen festen Platz im Herzen der Gläubigen in der Region gesichert.

Und da der 77-Jährige an so vielen Orten hilfreich zur Stelle ist, feiert er sein Goldenes Priesterjubiläum gleich zwei Mal: Am eigentlichen Jubeltag (Freitag, 12. März) in der Dürener Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Anna, in deren Nähe der Geistliche noch immer wohnt, und am Sonntag, 14. März, in Schlich.

Erstaunlich an Gombert wirkt freilich nicht nur seine wache Lebendigkeit (er selber spricht lieber von „jubilierender Nachdenklichkeit”), obwohl es schon darüber erstaunliche Geschichten zu erzählen gibt: Vor Jahren musste er eine Herzoperation über sich ergehen lassen. Danach hat Pfarrer Gombert sein Fahrrad eingetauscht - aber nicht gegen einen bequemen Ohrensessel, sondern gegen ein modernes Mountainbike. Auf dem strampelt er bei gutem Wetter schon mal zur Messe - und sei es 15 Kilometer weit.

Eigentlich hätte es ja mit Bernhard Gombert nach seiner offiziellen Pensionierung ganz anders weitergehen sollen: „Der Bischof wollte mich zum Seelsorger für die Schausteller und Zirkusleute in der Nordhälfte Deutschlands machen”, erzählt der Jubilar aufgeräumt und gut gelaunt. Und er ergänzt: „Dann wäre ich aber die Hälfte der Zeit über unterwegs gewesen - und das wollte ich nicht.” Im Blut lag Gombert die Annakirmes und der Umgang mit dem fahrenden Volk aber in jedem Fall: Wenn sich nur wenige Meter von seinem Pfarrhaus wieder die Karusselle drehten, feierte er gerne mit Schaustellern und anderen Gästen im Garten.

„Ich habe Düren vorher nicht gekannt”, gesteht der Seelsorger. Die Entscheidung für die Kreisstadt habe seine vor Jahren verstorbene Haushälterin Thekla Isaac gefällt: „Sie hat entschieden: Wir bleiben hier.” Aber mit der Zeit haben die zwei Eifeler und Düren doch noch zueinander gefunden: „Die Stadt ist uns zur zweiten Heimat geworden.” Das hat Gombert nicht nur in seiner Menschen zugewandten Pastoral, sondern auch durch eine zweite Leidenschaft bewiesen: das Gründen von Stiftungen.

So kümmert sich die nach ihrem Gründer benannte „Pfarrer-Gombert-Stiftung” um die Stärkung der Kirchenmusik in Schlich und D´horn. Zwei weitere Stiftungen sind noch während Gomberts Amtszeit als Pfarrer von St. Anna entstanden - eine für Kinder- und Jugendmusik, die andere für Seelsorge und karitative Arbeit. Sein Glück: „Ich habe immer wieder Leute gefunden, die für meine Stiftungen das Portemonnaie aufgerissen haben.”

Doch noch in einer weiteren Hinsicht waren dem Jubilar die Umstände günstig: „Ich habe immer Mitmenschen gefunden, die das konnten, was ich nicht konnte.”
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