Pfarre St. Lukas stellt alle Immobilien auf den Prüfstand

Von: sj
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Düren. Die Dürener Pfarre St. Lukas steht vor strukturellen Veränderungen: Mehr als 40 Mitglieder aus Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und Pastoralteam haben am Wochenende bei einer Klausurtagung über das „Kirchliche Immobilien-Management” beraten - und einstimmig Beschlüsse gefasst.

So soll die Niederauer Kirche St. Cyriakus beispielsweise künftig als Grabeskirche genutzt werden. „Mit Hilfe des Immobilienmanagements hat die Pfarre ein zukunftsfähiges Gebäudekonzept entwickelt. Damit setzt St. Lukas den mit der Fusion eingeschlagenen Weg fort, das Leben in der Pfarre an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen”, heißt es in dem Beschluss.

Konkret heißt das: St. Cyriakus wird künftig als Grabeskirche für Urnenbestattungen genutzt. Als Versammlungsraum für Gottesdienste wird die alte Kirche reaktiviert. Weiterhin ist geplant, das Pfarrheim aus der Nutzung herauszunehmen und die Gemeindeaktivitäten in das Pfarrhaus zu verlegen. Neue Perspektiven ergeben sich für St. Josef: Der Pfarrsaal unter der Kirche soll instand gesetzt werden, damit die Aktivitäten aus dem Roncallihaus und der Paul-Kuth-Begegnungsstätte dorthin verlegt werden. Für die Bonifatiuskirche wird eine neue, „möglichst kirchennahe Nutzung” gesucht. Ein Förderverein soll die Unterhaltung des „Uehledömchens” an der Kölner Landstraße gewährleisten. Für das „Haus der Begegnung” und die Kaplanei an der Friedenstraße werden Vermietung und Verkauf geprüft. Als Gemeindekirche für den Osten der Stadt bleibt die Antoniuskirche erhalten.

Eine Projektgruppe aus Vertretern aller Gemeinden hatte mit Unterstützung des Bistums in den vergangenen Monaten ein neues Immobilienkonzept entwickelt. Im Vorfeld der Entscheidung waren alle Gebäude von einer Fachfirma auf ihren Zustand hin untersucht und bewertet worden. Weiterhin war von allen Beteiligten ermittelt worden, wie die Gebäude genutzt werden. Dabei standen vor allem pastorale Aspekte im Vordergrund. So wurde überlegt, wie Aktivitäten und Treffpunkte so verlegt oder kombiniert werden können, dass auch zukünftig alle Gruppierungen in den Gemeinden einen Raum finden. Die Entscheidungen sollten mit Blick auf die gesamte Pfarre St. Lukas getroffen werden. Die nun anstehenden Veränderungen seien eine „solidarische Aufgabe aller Gemeinden”.

Mit dem Beschluss des Konzeptes beginnt nun die Umsetzungsphase, der die Verantwortlichen die dafür notwendige Zeit einräumen wollen. Die Gebäude sollen nicht von heute auf morgen geschlossen werden. In dieser Woche finden zwei Info-Abende für die Gemeindemitglieder statt: am Mittwoch, 28. März, um 18 Uhr in der alten Kirche in Niederau und am Donnerstag, 29. März, um 20 Uhr in der Bonifatiuskirche.
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