Peter Prumbach rockt vor 750 Menschen das Festzelt

Von: kin
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Peter Prumbach
Peter Prumbach aus Birgel ist seit einem Jahr als Sänger im Dürener Land unterwegs. Allein in der Karnevalssession hatte er mehr als 40 Auftritte. Foto: Sandra Kinkel
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Der 15-jährige Schüler des Stiftisches Gymnasiums genießt es, wenn die Menschen zu seiner Musik schunkeln und feiern. Foto: privat

Düren. Am vergangenen Freitag hat Peter Prumbach den wohl größten Auftritt in seiner zugegeben noch ziemlich jungen Karriere gehabt. Der 15-jährige Schüler des Stiftischen Gymnasiums ist sozusagen als Vorgruppe der Kölner Kultband „Räuber“ vor 750 Menschen im Festzelt in Gürzenich aufgetreten.

Okay, Peter ist keine Gruppe, er ist als Solokünstler unterwegs. Trotzdem hat er die „Räuber“-Fans eingeschworen auf den Auftritt der Kölner Truppe. Peter Prumbach ist erst seit einem Jahr als Sänger aktiv, in der vergangenen Karnevalssession hat er im Dürener Land mehr als 40 Auftritte absolviert. „Mein Bruder Tom war vor zwei Jahren Kinderprinz in Düren“, erzählt Peter Prumbach. „So hat alles angefangen.“

Peter hat seinen Bruder bei dessen Auftritten als Kinderprinz begleitet, Schlagzeug und E-Gitarre gespielt, wenn Tom gesungen hat, und irgendwann hat jemand zu ihm gesagt, doch auch selbst einmal zu singen. „Ich weiß gar nicht mehr genau, wer das war“, sagt Peter. „Und ich wollte auch eigentlich nie singen. Aber es hat Spaß gemacht. Seitdem bin ich dabei.“

An seinen ersten Auftritt kann der Zehntklässler, der mit seiner Familie in Birgel wohnt, sich noch gut erinnern. „Das war beim Seniorennachmittag der KG ‚Jüzzenije Plüme‘ in Gürzenich. Das Festzelt war voll, und ich war sehr nervös.“ Überhaupt, sagt der Schüler mit einem Schmunzeln, sei er früher eigentlich eher schüchtern und zurückhaltend gewesen. „Das hat sich ziemlich geändert, seitdem ich als Sänger unterwegs bin.“ Auch die Aufregung hat sich mittlerweile deutlich gelegt. „Klar gibt es immer noch Lampenfieber. Aber es wird besser.“

Peter singt am liebsten Karnevals- und Schlagermusik, überhaupt ist der Karneval neben der Musik und dem Golfen sein liebstes Hobby. „Dazu bin ich auch erst über meinen Bruder gekommen. Bevor er Prinz wurde, hatte ich zum Karneval eigentlich keine Beziehung. Aber es hat riesigen Spaß gemacht, mit ihm durch die Säle zu ziehen. So bin ich zum Karneval gekommen.“

Spontan ergeben

Peter hat an Weiberfastnacht auf der Bühne der Stadt Düren gesungen und bei diversen Sitzungen. „Manche Auftritte haben sich auch sehr spontan ergeben.“ Bei der Prunksitzung der KG „Böse Buben Birgel“ sollten die „Funky Marys“ aus Köln auftreten, die sind aber nicht nach Birgel im Rheinland, sondern nach Birgel im Rheinland-Pfalz gefahren. „Ich war auch im Zelt und hatte den Stick mit meiner Musik dabei. Da bin ich kurz eingesprungen.“

Peter genießt bei seinen Auftritten besonders, die Leute mitzureißen. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn das Publikum mitsingt, schunkelt und feiert, weil ihnen mein Auftritt gefällt. Das ist ein Wahnsinnsgefühl.“

Wer denkt, dass Peter in den Sommermonaten Auftrittspause hat, irrt. Seine Performance vor den „Räubern“ in Gürzenich war keinesfalls eine Ausnahme. „Im Sommer singe ich bei Sportfesten und Jubiläumsveranstaltungen. Das macht auch viel Spaß.“ Die Lieder, zum Beispiel „Verdamp lang her“ von BAP und diverse Hits der „Paveier“ bringt Peter sich selbst bei, auch die Bewegungen, die er auf der Bühne machen möchte, überlegt er sich eigenständig.

„Ich kann mir aber durchaus vorstellen, irgendwann auch einmal Gesangsstunden zu nehmen.“ Vielleicht, auch das kann der junge Künstler sich gut vorstellen, findet Peter eines Tages eine Band, mit der er auf der Bühne stehen kann. „Ich bin schon einmal mit einer Band aufgetreten. Grundsätzlich finde ich das natürlich schöner, als zu einem Playback zu singen. Mal sehen.“

Seine Freunde in der Schule seien anfangs übrigens skeptisch gewesen, als sie von Peters Auftritten gehört haben. „Viele haben auch ziemlich komisch geguckt, weil ich Karnevalslieder und Schlager mag. Und wenn ich erzähle, dass ich gerne Helene Fischer höre, ernte ich dafür auch manchmal Lacher. Aber einige meiner Freunde sind zu meinen Auftritten gekommen. Danach fanden sie schon gut, was ich mache.“

Prüfungen im Juli

Im Augenblick bereitet Peter sich auf die Oberstufe vor. Anfang Juli gilt es, die zentralen Abschlussprüfungen für die zehnte Klasse zu absolvieren. „Ich habe Mathematik und Informatik als Leistungskurse gewählt“, erzählt Peter. „Und ich kann mir durchaus vorstellen, später im Bereich Medien oder Informatik zu arbeiten.“

Keine Frage eigentlich, dass Peter Prumbach sich für den „Instrumentalpraktischen Kurs“ für das kommende Schuljahr gemeldet hat. „Da geht es ja auch darum, Musik zu machen“, sagt Peter. „Und es gibt immer ein großes Konzert dieses Kurses in der Aula unserer Schule. Darauf freue ich mich schon.“ Musik ist eben eine seiner allergrößten Leidenschaften.

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