Pestalozzistraße: Acht Millionen Euro fließen in 88 Wohnungen

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
9646822.jpg
Die Spitze des Bauvereins zeigt die Sanierungspläne. Die Arbeiten am Gebäude mit der Hausnummer 6 bis 8 sind bereits weit fortgeschritten. Foto: Abels
9646818.jpg
Nicht nur die Balkone der aus den 60er Jahren stammenden Häuser haben schon bessere Zeiten erlebt. Foto: Abels

Düren. Das Image der Pestalozzistraße war bislang nicht das beste. Das gibt Dagmar Runge, Vorstandsvorsitzende des Dürener Bauvereins, offen zu. Doch das soll sich ändern.

Rund acht Millionen Euro investiert der Bauverein bis 2018 in die Mehrfamilienhäuser am östlichen Rand des Grüngürtels. Die 88 Wohnungen in den Gebäudekomplexen an beiden Seiten der Straße wurden in den Jahren 1963 bis 1965 erbaut und entsprechen längst nicht mehr den Anforderungen an modernen Wohnraum. Das gilt für die Heizungs- und Elektrotechnik ebenso wie für die Fensteranlagen und die Sanitäreinrichtungen.

„Bis auf die Grundmauern, die Bodenplatten und die Zwischendecken werden wir deshalb alles erneuern“, kündigt Architekt Detlef Thalheim an. Er spricht von einer Vollsanierung, die sich auch auf die Außenfassade erstreckt. Teilweise wird auch der Zuschnitt der Wohnungen verändert. Und mehr noch: Der Bauverein hat sich entschlossen, die Gebäude auch aufzustocken und um Penthousewohnungen zu erweitern. Dagmar Runge spricht angesichts der Größe der Penthousewohnungen zwischen 80 und 100 Quadratmeter von einem echten Highlight.

Alle Häuser werden energetisch saniert, erhalten nach Angaben des Architekten hocheffiziente Heizungen mit Brennwerttechnik und erstmals einen Aufzug, der bis in die neuen Staffelgeschosse mit den Penthousewohnungen reicht. Und das Thema Barrierefreiheit findet sich auch in den Wohnungen wieder, unter anderem in Form bodengleicher Duschen.

Am Ende der Sanierungsmaßnahme stehen in den Mehrfamilienhäusern 48 Zweizimmerwohnungen mit durchschnittlich 60 Quadratmetern sowie 40 Drei- und Vierzimmerwohnungen mit 75 beziehungsweise 85 Quadratmetern zur Verfügung.

Die Sanierung, die an der östlichen Seite mit dem Gebäude Nummer 6 bis 8 begonnen hat, wird in den kommenden Monaten und Jahren Block für Block fortgesetzt. 2018 soll auch die Sanierung der Häuser an der nördlichen Straßenseite abgeschlossen sein. Auch versucht der Bauverein, den Charakter des Straßenzuges zu verändern. Die bisher zwischen den Häusern stehenden Garagen wurden abgerissen, die Stellplätze werden hinter die Häuser verlegt. Der Freiraum soll gestaltet werden.

Mit der Sanierung werden die Mieten deutlich ansteigen. Die Kaltmiete wird von bisher zum Teil noch unter drei Euro auf 6,50 Euro beziehungsweise 7,25 Euro je Quadratmeter in den Penthousewohnungen ansteigen, die Warmmieten werden sich bei rund zehn Euro bewegen.

„Wir wollen mit der Sanierung die Wohnqualität im Grüngürtel steigern und höherwertigen Wohnraum schaffen“, erklärt Bürgermeister Paul Larue in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des Bauvereins. Damit würde der Bauverein im Grüngürtel an die Ziele anknüpfen, die der Masterplan auch für die Innenstadt vorgibt. Die bisherigen Mieter der Häuser an der Pestalozzi-straße konnten überwiegend in anderen Häusern des Bauvereins untergebracht werden, erklärt Dagmar Runge. Und auch den Familien, die in den kommenden Monaten im Zuge der Sanierung ausziehen müssen, will der Bauverein ein Angebot unterbreiten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert