Personalabbau bei Polizei: Gewerkschaft schlägt Alarm

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Kreis Düren. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schlägt Alarm: Während allein im Kreis Düren im Jahr 2011 mehr als 20.000 Straftaten registriert wurden und die Zahl der Einbrüche seit 2007 um mehr als 60 Prozent zugenommen hat, droht weiterer Stellenabbau bei der Kreispolizeibehörde.

Nach Berechnungen der GdP werden im Kreis Düren bis 2020 noch einmal 20 Polizisten weniger zur Verfügung stehen. „Mit ganz konkreten Folgen für die Sicherheit der Bürger“, befürchtet der GdP-Kreisvorsitzende Mike Undorf: „Wir müssen uns dann überlegen, ob wir mit weniger Personal noch alle Standorte in Düren, Jülich und Kreuzau aufrechterhalten oder zum Beispiel die Wache Kreuzau rund um die Uhr offenhalten können.“

Im Rahmen der landesweiten GdP-Aktion „Initiative Polizei 2020“ wird auch die GdP-Kreisgruppe Düren zu Wochenbeginn die Landtagsabgeordneten der NRW-Regierungskoalition, Peter Münstermann (SPD) und Gudrun Zentis (Grüne), aufsuchen und ihnen die Folgen im Kreis Düren deutlich machen.

Konkrete Fragen

Dabei geht es der GDP um ganz konkrete Fragen, zu denen sich die Politiker äußern sollen: Welche Wache muss die Polizei bis 2020 dichtmachen? Mit welchen Einschränkungen müssen die Bürger rechnen? Hat die Polizei im Kampf gegen steigende Wohnungseinbruchskriminalität Aussicht auf Erfolg?

„Alle neun Minuten wird irgendwo in NRW eingebrochen“, betont der GdP Landeschef Arnold Plickert. „Trotz zwei Millionen Überstunden jährlich gelingt es uns nicht, die Aufklärungsquote von unter 14 Prozent bei Wohnungseinbrüchen zu verbessern.“

Wie das mit noch weniger Personal gehen soll, ist der Gewerkschaft schleierhaft. „Die GdP wird nicht tatenlos zusehen. Mit der Initiative ‚Polizei 2020“ gehen wir jetzt in die Offensive. Die Bürger haben ein Recht darauf, zu erfahren, wie es um ihre Polizei und um ihre Sicherheit bestellt ist.“ Ziel der landesweiten GdP-Aktion: Bereits im Landeshaushalt 2013 muss die Einstellungszahl um mindestens 100 erhöht werden. „Das würde uns auch im Kreis Düren bereits ein gutes Stück weiter helfen. Wir hoffen auf die Unterstützung Bürger“ betont Mike Undorf.

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