Pendlerstatistik: Manche fahren 65,9 Kilometer pro Strecke

Von: smb
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3148 Pendler fahren von Kreuzau nach Düren, 1125 Dürener begegnen ihnen im Berufsverkehr. Foto: smb

Kreis Düren. In einer Gemeinde zu leben und dort zu arbeiten – das ist vielen Berufstätigen nicht vergönnt. Stattdessen steht das Pendeln auf der Tagesordnung – und je nach Strecke gehören Staus und stockender Verkehr zum Tagesablauf fest dazu.

So machen sich 278 Dürener täglich auf den im Schnitt 54 Kilometer langen Weg in die Landeshauptstatt Düsseldorf, 2758 Dürener steuern das 39,4 Kilometer entfernte Köln an, 1902 legen 25,3 Kilometer nach Aachen zurück. Eine kurze Strecke von 8,2 Kilometern haben 1125 Personen, die von der Kreisstadt ins kleinere Kreuzau pendeln.

Sechs Kölner in Heimbach

Diese Zahlen gehen aus der aktuellsten Pendlerstatistik des Landesbetriebs Information und Technik für das Jahr 2014 hervor. Auf den Plätzen vier und fünf stehen Jülich und Niederzier, wohin täglich 986 beziehungsweise 822 Berufstätige aus Düren hinfahren.

Die meisten Einpendler, die zum Arbeiten nach Düren kommen, stammen aus Kreuzau (3148), Niederzier (2100) und Merzenich (1793). Aber auch aus Aachen und Köln kommen 1456 beziehungsweise 1266 Berufstätige an die Rur. 31 325 Einpendlern stehen laut Statistik 16 831 Auspendler gegenüber, die Statistik führt 24 521 innerstädtische Pendler auf.

Deutlich anders ist dieses Verhältnis in den ländlichen Kommunen. So suchen lediglich 426 Berufstätige aus andern Orten ihre Arbeitsstelle in Heimbach auf, während 1482 Heimbacher zur Arbeit in andere Kommunen fahren, die Zahl der innerstädtische Pendler beträgt 624. Laut Statistik kommen sechs Arbeitnehmer aus Köln nach Heimbach, während 119 Heimbacher an den Rhein fahren.

In der Gemeinde Hürtgenwald stehen 964 Einpendlern 3426 Auspendler gegenüber, die überwiegend nach Düren (1378), Aachen (363), Kreuzau (231), Köln (163), Simmerath (136) und Stolberg (109) pendeln. 29 haben laut Statistik eine besonders weite Fahrtstrecke zurückzulegen: Sie fahren 65,9 Kilometer nach Düsseldorf.

In die Gemeinde Niederzier pendeln aufgrund des Tagebaus recht viele Berufstätige ein. 3611 Pendler kommen zur Arbeit nach Niederzier, 5503 fahren von dort in andere Städte und Gemeinden, 1774 pendeln innerhalb der Gemeinde. Ein Großteil der Einpendler kommt aus Düren (822), 271 aus Jülich.

Auch aus Eschweiler, Langerwehe, Inden, Merzenich, Bergheim, Kerpen und Kreuzau fahren zwischen 112 und 176 Personen nach Niederzier. Die meisten Auspendler steuern das Mittelzentrum Düren an. Auch Jülich (607), Köln (494) und Aachen (351) sind beliebte Destinationen. 59 Niederzierer pendeln über 44,8 Kilometer in die Landeshauptstadt Düsseldorf.

Die Auspendler aus der Gemeinde Nörvenich steuern deutlich weniger Ziele im Kreis Düren an. Auch wenn viele Nörvenicher in Düren arbeiten (1083), so folgen auf den weiteren Plätzen Köln (759), Kerpen (314), Erftstadt (301), Hürth (194). In der Gemeinde Vettweiß wird die stärkere Orientierung nach Zülpich (234) und Euskirchen (194) deutlich. Die Mehrheit (1161) steuert jedoch Düren an, gefolgt von 464 Personen, die nach Köln pendeln. 4032 Auspendlern stehen 848 Einpendler gegenüber.

Merzenicher pendeln nach Köln

In Inden und Langerwehe wird die stärkere Orientierung in Richtung Eschweiler deutlich. 470 Indener pendeln dorthin, 589 nach Düren, 494 nach Aachen. Aus Langerwehe pendeln 695 Personen nach Eschweiler, 783 nach Aachen 1629 nach Düren. Die meisten Einpendler nach Langerwehe kommen aus Düren, Eschweiler und Inden.

Die meisten Kreuzauer haben ihren Arbeitsplatz in der Stadt Düren (3148), 489 Bürger fahren nach Köln, 393 nach Aachen, 256 nach Nideggen. Zülpich wird von 104 Personen angesteuert. 2270 pendeln innerhalb der Gemeinde. 6521 Auspendlern stehen 2781 Einpendler gegenüber, von denen 1125 aus Düren kommen. 480 Merzenicher pendeln nach Köln, 201 Kölner fahren ihnen in entgegen. Merzenich wird auch von Arbeitnehmern aus Ratingen (118), Neuss (68) und Neuwied (58) angesteuert. Die Auspendler steuern Düren (1793), Kerpen (207) und Aachen (205) an.

195 Bewohner Nideggens haben ihren Arbeitsplatz in Simmerath gefunden, auch Zülpich ist mit 160 Pendlern in den Top 6. Vorne liegen Düren, Köln, Kreuzau und Aachen. Die meisten Einpendler kommen aus Kreuzau (256).

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