Paul Panzer war Torwart für Düren

Von: Stephan Johnen
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Ein erschöpfter Kämpfer in Blümchenshorts: Paul Panzer hat im Tor der Kreisauswahl 45 Minuten lang alles gegeben – und dennoch acht Treffer kassiert. Foto: Johnen
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Die Gäste aus Köln setzten sich 14:3 durch. Foto: Johnen

Oberzier. Auch wenn Paul Panzer den Kasten nicht ganz sauber gehalten hat, gab es am Ende der ersten Halbzeit ein dickes Lob vom Trainer. „Ganz nah dran an Marcel Neuer, da schlummern noch versteckte Talente“, würdigte Dirk Krischer am Freitagabend den Einsatz des Comedians im Tor der Dürener Kreisauswahl gegen die Traditionself des 1. FC Köln.

 Mit einer soliden 8:3-Führung gingen die Kölner Altinternationalen in die Spielpause. Paul Panzer, der kurz darüber nachdachte, in der zweiten Halbzeit auf dem Kunstrasenplatz des BC Oberzier in den Sturm zu wechseln, kam nicht mehr dazu: Umringt von jungen Fans gab er ein Autogramm nach dem anderen.

Etwa 500 Zuschauer verfolgten das Spiel der Alten Herren der Kreisauswahl gegen die Mannschaft aus der Domstadt, das die Gäste mit 14:3 für sich entschieden. „Für uns ist das ein absolutes Highlight der Sportwoche“, sagte Thomas Klein, Geschäftsführer beim BC Oberzier. Die Geißböcke boten unter anderem Hannes Löhr, Dirk Lottner und Matthias Scherz auf. Die Kreis-Düren-Auswahl setzte in der ersten Halbzeit auf einen neuen Spieler: Paul Panzer. Mannschaftskameraden waren unter anderem Bernd Eller, Achim Wilkens, Jörg Seitz und Achim Greiff.

Mit seinem Einsatz im Tor der Kreis-Düren-Auswahl hat der Comedian, der in Nörvenich großgeworden ist, ein Versprechen eingelöst, das er während der Fußball-Weltmeisterschaft gab. Paul Panzer hatte angeboten, bei einem deutschen WM-Sieg in Brasilien während eines Turniers eine Halbzeit ins Tor einer Mannschaft aus dem Kreis Düren zu gehen. Gesagt, getan. „Dass ich zuletzt im Tor gestanden habe, ist noch gar nicht so lange her. Das war vor etwa 25 Jahren“, hatte Panzer vor dem Anpfiff mit einem Augenzwinkern gesagt.

Er brachte von den Schuhen bis zu den Handschuhen eine komplette Ausrüstung mit, ein Hingucker waren die mit Blümchen verzierten Boxershorts. Doch auch manche Aktion des neuen Torhüters konnte sich sehen lassen. „Vor allem die Paraden waren gut. Das hätte ich ihm nicht zugetraut“, sagte Trainer Dirk Krischer. Die Verabschiedung von der Mannschaft fiel herzlich aus.

Im Anschluss ans Spiel wurde mit der Mundartband „Bremsklötz“ gefeiert. Im Rahmen der Sportwoche heißt es heute ab 14 Uhr „Unser Dorf spielt Fußball“. Das Endspiel der Sportwoche wird Sonntag um 17.30 Uhr angepfiffen.

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