Paul Larue: Dürens Bürgermeister kritisiert Pläne der „Ampel“

Von: sj
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Düren. „Unsinnige Vorschläge zur Umgestaltung der Dürener Innenstadt waren wohl nur die Ouvertüre zu weiteren fragwürdigen Aktionen der ‚Roten Ampel‘ im Rat unserer Stadt“, attestiert Dürens Bürgermeister Paul Larue der „Ampel plus“ „von Verwaltung keine Ahnung“ zu haben.

Der Vorschlag von SPD, Grünen, FDP und „Die Linke“, künftig die Stelle eines Rechtsdezernenten nicht mehr zu besetzen und stattdessen ein Dezernat „Jugend und Soziales“ einzurichten, weist er als „abenteuerlich“ zurück.

„Wir brauchen dringend die Wiederbesetzung des großen Dezernates von Rechtsamt, Ordnungsamt, Bürgerbüro mit Standesamt, Feuerwehr und Rettungsdienst. Soll dieser Bereich mit Hunderten Mitarbeitern ohne Leitung bleiben?“, fragt sich Larue. Der Kämmerer sei zwar ebenfalls Jurist, könne diese Aufgaben aber nicht zusätzlich zu den „bereits heute umfangreichen Aufgaben“ übernehmen.

Larue, der derzeit selbst die Aufgaben des Jugenddezernenten wahrnimmt, sieht „Jugendamt und Sozialamt gut aufgestellt“. Die Ämter seien „in der Fachwelt anerkannt“, leisteten „sehr gute und sehr innovative Arbeit“. Dass er aus der Presse erfahre, dass die Verwaltung umstrukturiert werden soll, empfinde er als „keinen guten Stil.“ Der Argumentation der ‚Ampel‘, der Bürgermeister solle entlastet werden, könne er nicht folgen. „In der gesamten Verwaltung herrscht eine hohe Arbeitsverdichtung“, sagte Larue auf Nachfrage der DZ. Er empfinde es als seine Aufgabe, einen Teil dieser Arbeitslast zu übernehmen, gleiches täten auch die anderen Mitglieder des Verwaltungsvorstands. „Ich bin hier nicht Frühstücksdirektor“, betonte Larue.

Er mutmaßt, dass der Wunsch der ‚Ampel‘ „keine fachlichen Gründe hat“. Larue: „Offensichtlich wurde wieder einem der Koalitionäre ein lukrativer Posten versprochen. Als Bürgermeister wird man ja mal über die Beweggründe der Politik spekulieren dürfen.“

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