Düren - Paul Larue deklassiert die „Ampel“-Kandidatin

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Paul Larue deklassiert die „Ampel“-Kandidatin

Von: Jörg Abels
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Mit dem Siegerlächeln im Gesicht nahm Bürgermeister Paul Larue die Glückwünsche seiner deutlich unterlegenen Herausforderin Liesel Koschorreck entgegen. Foto: Jörg Abels
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Wahlleiter Paul Zündorf präsentierte im Rathausfoyer... Foto: Jörg Abels
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...die Ergebnisse, die das Team des Hauptamtes zusammenstellte. Foto: Jörg Abels

Düren. Getragen von einer überwältigenden Mehrheit von 64,0 Prozent der Stimmen geht Paul Larue (CDU) in seine vierte Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Düren. Damit hat der CDU-Politiker sein Spitzenergebnis von 2009 (62,7) Prozent noch einmal gesteigert.

Die von der „Ampel“-Koalition getragene Herausforderin Liesel Koschorreck (SPD) blieb mit 29,98 Prozent nicht nur weit hinter den eigenen Erwartungen zurück, sie erreichte nicht einmal das Ergebnis der SPD bei der Kommunalwahl 2014 (32,5 Prozent), vom „Ampel“-Ergebnis vor anderthalb Jahren von 50,8 Prozent ganz zu schweigen. AfD-Kandidat Bernd Essler blieb bei 6,02 Prozent hängen und verfehlte damit sein Wahlziel, für eine Stichwahl zu sorgen, deutlich.

Paul Larue sprach von der „roten Karte für diese merkwürdige ‚Ampel‘. Mein Gefühl ist, dass viele Menschen in Düren dieses Bündnis nicht wollen.“ Auch CDU-Fraktionschef Stefan Weschke wertete das Ergebnis als Zeichen, „dass die Bürger mit der Politik der ‚roten Ampel‘ nicht zufrieden sind“.

Vom „Aus“ der Koalition indes wollten weder Liesel Koschorreck noch die Fraktionsvorsitzenden der Grünen und Linken, Verena Schloemer und Valentin Veithen, an diesem für sie enttäuschenden Wahlabend etwas wissen. „Die ‚Ampel‘ steht“, machten sie fast schon trotzig deutlich. „Ich habe gekämpft, aber offenbar ist es uns nicht gelungen, eine Wechselstimmung zu erzeugen“, betonte Liesel Koschorreck.

„Wir haben es nicht geschafft, unsere programmatischen Inhalte rüberzubringen“, räumte SPD-Fraktionschef Henner Schmidt ein. Verena Schloemer bedauerte, dass offenbar vor allem SPD-Wähler dem Urnengang fern geblieben sind. Warum? „Das werden wir in den kommenden Tagen intensiv analysieren.“ Liesel Koschorreck bot dem alten und neuen Bürgermeister die Zusammenarbeit an. „Wir hoffen, dass er die ausgestreckte Hand annimmt.“

Ein Angebot, das Paul Larue durchaus gewillt ist, anzunehmen, obwohl er keinen Zweifel daran ließ, dass das Votum des Wählers für ihn eindeutig sei. „Ich fühle mich gestärkt von der Bevölkerung. Das wird auch die „Ampel“ akzeptieren müssen“, betonte der alte und neue Bürgermeister. „Es war und wird mein Ansinnen sein, bei wichtigen Entscheidungen im Stadtrat Konsens zu erzielen“, kündigte Larue mit Blick auf die Stadtentwicklung, aber auch die Flüchtlingsfrage an. Er sprach von einem guten Gefühl, weiter für diese Stadt und ihre Bürger arbeiten zu dürfen und dankte den Wählern für das riesengroße Vertrauen.

Von Spannung war an diesem Wahlabend im Dürener Rathaus wenig zu spüren. Schon nach den Ergebnissen aus den ersten Wahlbezirken zeichnete sich der Kantersieg Larues ab. Als Larue nach Auszählung von gut der Hälfte der Stimmen die 60-Prozent-Marke knackte, stand fest, dass der Wachwechsel ausbleiben würde. Als der alte und neue Bürgermeister schließlich sein Büro verließ, um die Glückwünsche seiner Parteifreunde und Anhänger entgegenzunehmen, schaltten laute „Paul-Paul“-Rufe durchs gut gefüllte Rathausfoyer.

In die Freude über den überwältigenden Wahlerfolg mischten sich aber auch bei Paul Larue mit Blick auf die ernüchternde Wahlbeteiligung nachdenkliche Töne. Sie lag mit 36,15 Prozent noch einmal deutlich hinter der bei der Kommunalwahl im Mai 2014 (42,03 Prozent). „Es muss uns gelingen, wieder mehr Bürger für Kommunalpolitik zu interessieren“, stellte nicht nur Larue an diesem Abend fest.

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