Düren - Patientenfortbildung zum Thema Herz- und Kreislauferkrankungen

Patientenfortbildung zum Thema Herz- und Kreislauferkrankungen

Letzte Aktualisierung:

Düren. „Ärztliches Gipfeltreffen“ in der Alten Molkerei an der Mariaweiler Landstraße. Zu einer Patientenfortbildung kamen vor 200 Gästen drei in der Region bekannte Ärzte zusammen: der ehemalige Chefarzt der Kardiologie am Krankenhaus in Düren, Prof. Dr. Dietrich Gulba, derzeit Chef in Oberhausen, der frühere Chefarzt für Gefäßchirurgie, Rolf Dammrau, jetzt vor Ort niedergelassen, und der jetzt in Siegburg tätige, ehemalige Chefarzt der Herzchirurgie des Herzzentrums Lahr im Schwarzwald, Prof. Dr. med. Jürgen Ennker.

Jeder der drei Redner stellte aktuelle Aspekte aus seinem Fachgebiet vor.

Eingeladen zu der Veranstaltung hatte Rolf Dammrau, Chef der Praxis für Gefäß- und Thoraxchirurgie in Merzenich. Organisator und Moderator des Abends war CDU-Stadtverordneter Rolf Delhougne.

Rolf Dammrau, der seine Praxis in Merzenich hat, berichtete über die aktuellen Möglichkeiten der Gefäßmedizin. Wo früher ausgedehnte Operationen an der Hauptschlagader oder den Gefäßen des Beckens und der Beine erforderlich waren, sind heute Eingriffe innerhalb eines Gefäßes mit geringer Verletzung des Körpers durch Operationen möglich.

Von diesen Eingriffen erholen sich die Patienten in der Regel deutlich besser als von den früher üblichen teils sehr ausgedehnten Operationen. Rolf Dammrau sagte, dass selbst an verzweigten Gefäßabschnitten der Hauptschlagader solche minimal invasiven Eingriffe möglich sind und immer mehr die Regel werden und zeigte Beispiele aus seiner Tätigkeit. In den Halsschlagadern sind solche minimalen Eingriffe heute ebenfalls möglich, in den Becken- und Beinschlagadern eher die Regel als die Ausnahmen.

Dr. Dietrich Gulba berichtete im Anschluss über die rasante Entwicklung in der Herzmedizin. Die Herzkathetertechnologie der Herzkranzgefäße ist dabei heute mehr oder weniger abgeschlossen. Die Herausforderungen der Kardiologie sind heute hingegen die Katheter gestützten Eingriffe an den Herzklappen, die insbesondere an der Aortenklappe mehr und mehr zur Regel werden.

Da Koronaraufweitungen nicht zu einem besseren und längeren Überleben führen, geht der Trend in der Kardiologie heute auch, entgegen der Entwicklung bei Herzklappen, weg von der hohen Verletzungen durch Operationen hin zu einer verstärkt konservativen Behandlung.

Prof. Jürgen Ennker, der zahlreiche Dürener Patienten am offenen Herzen operiert hat, zeigte anschließend die Möglichkeiten der modernen Herzchirurgie auf. Die vollarterielle Versorgung und die Bypassoperation ohne Herz-Lungen-Maschine haben das operative Ergebnis und die Langlebigkeit der Bypässe erhöht, wie sie gerade bei älteren Patienten die postoperative Erholung ebenso wie das Überleben wesentlich verbessert hat. Die geringere Verletzung durch den Eingriff ist laut Prof. Ennker in der Herzchirurgie sowie auch in der Herzklappenchirurgie auf dem Vormarsch.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert