Düren - Papiermuseum setzt auf neues Ausstellungskonzept

Papiermuseum setzt auf neues Ausstellungskonzept

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
14925030.jpg
Ein dichtes Baugerüst verdeckt die innovative, weil gefaltete Fassade des Papiermuseums. Foto: ja

Düren. Das architektonische Leuchtturmprojekt an Dürens Kulturmeile, wie Baudezernent Paul Zündorf das neue Papiermuseum gerne nennt, versteckt sich dieser Tage hinter einem blickdichten Baugerüst. Von der gefalteten Fassade, die einmal weiß wie Papier mit aufgedruckten Wasserzeichen den Besucher empfangen soll, ist nichts zu sehen.

Zeit, auf die Neukonzeption der Ausstellung zu blicken, die ab Sommer 2018 barrierefrei und vor allem auf die Bedürfnisse Sehbehinderter zugeschnitten zur Interaktion einladen soll, wie es die Kulturausschussvorsitzende Verena Schloemer formuliert.

Im Mittelpunkt steht der Gedanke, „dass wir außer einer funktionalen, auch eine emotionale Beziehung zum Papier haben“, erklärt Klaus Hollenbeck, der nicht nur für die Architektur des Gebäudes, sondern mit Kuratorin Caroline Kaiser auch für die Ausstellungsgestaltung verantwortlich zeichnet.

„Diesen emotionalen Ansatz wollen wir auf die Inhalte übertragen“, kündigt er an. Vom Neubau, in dem neben Foyer, Kasse und Garderobe auch ein Café untergebracht ist, geht es in die Ausstellung, die sich thematisch in mehrere Bereiche gliedert, angefangen mit „Geschichten“. „Hier wird der Blick nicht nur auf die Historie gelenkt, sondern auch auf viele persönliche Papiergeschichten“, erklärt Caroline Kaiser.

Weiter geht’s zur „Wertschöpfung“, die mit der Schöpfstation auch im neuen Konzept das Herz des Museums darstellt und den Werkstoff Papier sinnlich erfahrbar macht. Angedockt werden dort die Düren prägende Produktion und Verarbeitung dargestellt sowie das Thema Recycling.

Im Bereich „Visionen“ soll gezeigt werden, welche Überlegungen schon heute für die Papiernutzung in der Zukunft entwickelt werden. Vieles wird multimedial aufbereitet, vieles aber auch mit alten und neuen Ausstellungsstücken.

An die Dauerausstellung wird sich der Bereich „Künste“ mit wechselnden Präsentationen anschließen, um der reichhaltigen Sammlung des Papiermuseums mit Wasserzeichen Gerätschaften und vielem mehr Rechnung zu tragen, ehe sich der Besucher in der Papierwerkstatt im Obergeschoss selbst mit dem Werkstoff auseinandersetzen soll.

Beim ganzen Rundgang begleitet ihn ein interaktives Buch. „Wir möchten, dass die Besucher das Papier wieder wertschätzen“, erklären die Macher, die nicht nur einfach Wissen vermitteln. Das Drehbuch des Museumskonzepts stehe zu 95 Prozent, betont Hollenbeck, jetzt werde noch an den Details gefeilt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert