Düren - Panta-Rhei-Saxophonquartett konzertiert mit dem Organisten Stefan Palm

Panta-Rhei-Saxophonquartett konzertiert mit dem Organisten Stefan Palm

Von: ch
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Ihr Zusammentreffen wurde zum Glücksfall für das Publikum: Organist Stefan Palm (Mitte) und die Mitglieder des Panta-Rhei-Saxophonquartetts gestalteten das jüngste Konzert in der Annakirche. Foto: Christoph Hahn

Düren. „Sie können sich ruhig freuen“, hatte Kantor Hans-Josef Loevenich noch vor Beginn des jüngsten Konzertes in der Dürener Annakirche dem Publikum zugerufen. Seinen Gästen blieb es vorbehalten, dieses Versprechen einzulösen.

Die Mitglieder des Panta-Rhei-Saxophonquartetts und der Jülicher Organist Stefan Palm boten mehr oder (überwiegend) minder klassische Musik auf auch für Konzerterfahrene ungehörte und doch völlig harmonische Art.

Schon zu Beginn des Konzertes zeigte sich, dass das relativ moderne, 1840 erfundene Saxophon auch den Werken eines Johann Sebastian Bach (1685-1750) gewachsen und adäquat ist. Die drei Sätze des Italienischen Konzerts, von den Musikern in der Mitte des weiten Kirchenraumes gespielt, zeichneten sich jedenfalls durch eine große Farbigkeit und gleichzeitige Lebendigkeit des Gesamtklanges aus.

Intimes Zwiegespräch

Auf eine ganz andere Weise entpuppte sich das „Pièce V“ des großen Romantikers César Franck als glückliche Wahl für den Programmzettel – gerade weil es im Wechsel zwischen Orgel und Sopransax wie ein intimes Zwiegespräch wirkte.

Viel Platz gab es an diesem Abend für die Werke zeitgenössischer Komponisten. Für die „Three Chorals in Blue“ von Hans Peter Graf zum Schluss des offiziellen Chorals wie für das dramatisch sich steigernde „Crucifixus“ von Enjott Schneider.

Doch einer der Höhepunkte dieses Konzertes war aber dann wieder von klassischer, eher noch barocker Natur: Mit der Bearbeitung von Händels d-Moll-Orgelkonzert erwies sich wiederum das Genialische im Zusammenspiel zwischen dem Organisten und den vier Saxophonisten, wobei die Blasinstrumente nicht nur als Widerpart, sondern auch und vor allem Erweiterung der Orgel in Hinblick auf Klangfarben und Dynamik präsentierten.

Hier wuchtige Festigkeit, da wehende, nahezu körperlose Töne: Auch das machte das Aufeinandertreffen in der Annakirche zu einem Erlebnis für die Sinne.

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