Ostern: Zeit der Hühnereier sorgt bei Gerhard Moonen für viel Arbeit

Von: smb
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Wenn es um das Thema Hühnereier geht, weiß Gerhard Moonen genau Bescheid. Foto: smb

Kreis Düren. „Im Jahresverlauf sind braune Eier beliebter, aber Ostern wollen alle lieber weiße Eier haben“, erzählt Gerhard Moonen, der in Langerwehe einen Hühnerhof betreibt. Aber selbst der beste Hühnerhalter kann ein braunes Huhn nicht dazu bringen weiße Eier zu legen.

Denn nur weiße Hühner und braune Hühner mit weißen Ohren legen weiße Eier, im Schnitt 280 im Jahr. Und auch ihre Produktionsmenge können die Hühner kurz vorm Fest, wenn die Nachfrage schlagartig steigt, nicht verdoppeln. „Deswegen planen wir Ostern schon im Oktober“, beschreibt der Hühnerhalter. Dann würden neue Hühner angeschafft, die kurz vor dem Fest ein besonders produktives Alter erreichen. Trotzdem ist der Eiervorrat in diesen Tagen abends ausverkauft.

„So kurz vor Ostern muss ich neue Kunden schon mal nach Hause schicken, damit ich genug Eier für die Stammkundschaft habe“, schildert Moonen. Nächste Woche normalisiert sich die Nachfrage wieder, um dann kurz vor Weihnachten – wenn alle zu backen beginnen – wieder anzuziehen. Mindestens drei Tage sollte ein Ei alt sein, bevor es gegessen wird, sonst kann es flockig sein. „Am besten pellen lassen sich Eier, die zehn bis 14 Tage alt sind“, weiß der Experte.

Zum Beginn ihrer Karriere legen die Hühner ziemlich kleine Eier, die sogenannten Pöllen-Eier. Die schmecken dem Hühnerhof-Chef besonders lecker, die meisten Kunden gäben aber den großen Eiern den Vorzug. Mit dem Alter der Hühner „wachsen“ die Eier. Ein Huhn, das ein XL-Ei legt, ist anderthalb bis zwei Jahre alt. „Entscheidend für das, was unten rauskommt, ist das, was oben reinkommt“, betont Moonen.

Das Futter sei entscheidend für den Geschmack der Eier und auch für die Farbe. Der natürliche Farbstoff Beta Carotin im Futter sorge dafür, dass der Dotter schön gelb werde – egal, ob in einem braunen oder in einem weißen Ei.

Das Ei und die Religion

Aber warum dreht sich Ostern eigentlich alles ums Ei? Das Ei gilt als Symbol des Lebens. Schließlich versteckt sich genau das eigentlich hinter der kalkigen Schale. Schon in früheren Kulturen stand das Ei für Fruchtbarkeit und die Wiedergeburt.  Die alten Ägypter verwendeten es als Symbol für den Ursprung der Welt, die Römer und Griechen feierten die Tag- und Nachtgleiche, so etwas wie unser Neujahr, mit bunten Eiern. Diese uralte Symbolkraft haben die Christen aufgegriffen. Und das schlüpfende Küken soll an die Auferstehung Jesu Christi erinnern.

Ein Blick in die Bücher verrät außerdem: Im Mittelalter verzichteten die Gläubigen in der Fastenzeit auf Eier. Die Hühner hat das freilich nicht interessiert. Die Eier haben die Menschen dann gekocht, um sie so haltbar zu machen. Dann wurden sie rot gefärbt. Das soll zum einen der Unterscheidbarkeit gedient haben, zum anderen aber auch Symbolkraft haben: Die rote Farbe sollte an das Leiden Christi am Kreuze erinnern.

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