Ortsumgehungen sollen in den Luftreinhalteplan

Von: Jörg Abels
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Düren. Die Stadt will die Aufstellung des Luftreinhalteplans nutzen, um der Forderung zum Bau der Ostumgehung erneut Nachdruck zu verleihen. In der nach intensiver Diskussion im Verkehrs- ausschuss beschlossenen Stellungnahme zum Planentwurf macht die Stadt deutlich, dass die Messwerte des gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxids an der Euskirchener Straße, die landesweit höchsten, nur mit dem Bau der B56n unter die Grenzwerte gedrückt werden können.

„Alle anderen Maßnahmen tragen zwar zu einer Verbesserung der Situation bei, werden aber wohl nicht ausreichen, um die Belastung unter den Grenzwert zu senken“, heißt es in der von Amtsleiter Heiner Wingels formulierten Stellungnahme.

Der Bund wird aufgefordert, endlich die Finanzierungszusage zu geben, damit die Bezirksregierung beim Oberverwaltungsgericht in Münster einen Antrag auf Aufhebung der aufschiebenden Wirkung der anhängenden Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss der B56n stellen kann.

Um die Grenzwertüberschreitungen an der Aachener und der Arnoldusstraße einhalten zu können, fordert die Stadt den Bau der B399n und der Ortsumgehung Arnoldsweiler (L257n). Alle drei Projekte sollen als behördenverbindliche Maßnahmen in den Luftreinhalteplan aufgenommen werden. Als weitere Maßnahme zur Senkung der Verkehrs- und damit Stickstoffdioxid-Belastung fordert die Stadt den Bau der A4-Anschlussstelle Luchem, um den West-Ost-Verkehr von der B56 fernzuhalten. Die Industrie wird aufgefordert, bestehende Gleisanschlüsse stärker zu nutzen.

Auch wenn die Forderungen der Grünen, in der Innenstadt eine Umweltzone und auf dem Autobahnzubringerabschnitt der B56 eine Lkw-Maut einzuführen, keine Mehrheit fanden, wurden weitere Anregungen mehrheitlich in den Forderungskatalog übernommen, darunter die Reaktivierung der Bördebahnstrecke und eine qualitative Verkehrszählung, um zu ermitteln, wohin die Lkws fahren. Ob die Forderungen übernommen werden, muss die Bezirksregierung entscheiden.

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