Orientierungslos am Zentralen Busbahnhof

Von: Jörg Abels
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Verblasste Übersichtstafeln lassen ortsunkundige Reisende und gelegentliche Busfahrgäste am ZOB auf der Suche nach dem richtigen Abfahrtsort der gesuchten Linie verzweifeln. Foto: Abels
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Die Fahrgastinformationen an den einzelnen Haltestellen sind 2012 erneuert worden. Foto: Abels
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Bahnsteig C, Haltestellen C1 bis C4: Die Schrift auf den Hinweistafeln ist komplett verblasst. Foto: Abels

Düren. Ortsunkundige Reisende, die am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an der Nordseite des Dürener Bahnhofs von der Bahn auf den Bus umsteigen wollen, müssen sich erst einmal orientieren. Denn mehr als ein Dutzend Linien der Dürener Kreisbahn (DKB) und des Regionalverkehrs Euregio Maas-Rhein (RVE) fahren den ZOB an, bringen Fahrgäste in alle Richtungen des Kreises Düren. Den richtigen Abfahrtsort zu finden aber lässt so manchen Reisenden verzweifeln.

Zwar wurden die Haltestellenschilder der einzelnen Linien auch am ZOB erst im vergangenen Jahr wie im gesamten Stadtgebiet komplett erneuert, beinhalten jetzt im modernen Design nicht nur den jeweiligen Linienfahrplan, sondern auch Netzpläne. Aber die Wegweiser zu den einzelnen Bussteigen, an denen die Linien abfahren, sind in die Jahre gekommen. Die weiße Schrift auf den blauen Übersichtstafeln ist mittlerweile so lückenhaft, dass Fahrgäste selbst mit Fantasie kaum mehr erkennen können, ob die gesuchte Buslinie am Standort D2 oder B3 hält. Und selbst wenn dieses Geheimnis gelüftet ist, stehen Reisende vor komplett verblassten Hinweistafeln an den jeweiligen Bussteigen, die eigentlich der Orientierung dienen sollten. Rat weiß im übrigen auch längst nicht jeder Busfahrer, wie DZ-Leser berichten.

Bernd Böhnke, Geschäftsführer der Dürener Kreisbahn, ist das Problem bekannt. „Eigentlich wollten wir die Hinweistafeln schon im vergangenen Jahr mit der Einführung der dynamischen Fahrgastinformationsanzeigen erneuern“, betonte Böhnke auf DZ-Nachfrage. An vier Standorten in der Innenstadt – ZOB, Stadtcenter, Kaiserplatz und Kreishaus – sollen elektronische Tafeln aufgestellt werden, an denen die Fahrgäste minutengenau das Eintreffen der Busse ablesen können.

Allerdings verzögert sich die bereits für das Frühjahr 2012 angekündigte Einführung des knapp zwei Millionen Euro teuren Systems, das auch einen Abruf der Ist-Daten übers Mobiltelefon ermöglichen soll, weiter. Weil ein Anbieter die europaweite Ausschreibung des neuen Systems wie sich später herausstellen sollte, zu unrecht juristisch überprüfen ließ, konnte die DKB den ersten Auftrag erst im vergangenen Herbst vergeben. Nach derzeitigem Stand geht Böhnke davon aus, dass hausintern ab Sommer mit den Vorbereitungen zur Erfassung der Ist-Daten begonnen werden kann. Das rechnergesteuerte Betriebsleitsystem muss weiterentwickelt, die Busflotte mit GPS-Empfängern ausgestattet werden. Im Herbst soll das System eingehend gestestet werden, damit es nach einem intensiven Probelauf ab Frühjahr 2014 zum Einsatz kommen kann. Dann sollen auch die neuen dynamischen Fahrgastinformationstafeln an den vier Standorten aufgestellt werden.

Solange aber müssen weniger ortsunkundige oder gelegentliche Busfahrgäste nicht orientierungslos im ZOB auf der Suche nach dem richtigen Abfahrort des gesuchten Busses umherirren. Böhnke verspricht schon in den kommenden zwei bis drei Wochen Abhilfe. „Wir werden noch einmal neue Schilder installieren“, kündigt der DKB-Geschäftsführer an.

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