Düren - Ordnungsamt soll für mehr Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit sorgen

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Ordnungsamt soll für mehr Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit sorgen

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Friedel Schmitz (l.) und Erol Aydin werden ab der kommenden Woche mit ihren Kollegen vom SOS-Team des Ordnungsamtes in der Innenstadt Präsenz zeigen und für Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit sorgen. Foto: Abels

Düren. Friedel Schmitz und Erol Aydin sind in ihren dunkelblauen Uniformen nicht zu übersehen. Das ist gewollt. Einwohner und Besucher der Stadt Düren sollen bereits von weitem erkennen, dass die Mitarbeiter des neuen SOS-Teams des Ordnungsamtes nicht nur die Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit in der Stadt im Blick haben.

Sie handeln auch bei Verstößen und verhängen Ordnungsgelder.

Ab der kommenden Woche wird permanent mindestens eine Doppelstreife von morgens 7 bis abends 20 Uhr, an den Wochenenden sogar bis 2 Uhr nachts, in der Innenstadt Präsenz zeigen. „Damit sich die Bürger und Besucher der Stadt sicherer und wohler fühlen, haben wir die Zahl der Überwachungskräfte de facto verdoppelt“, erklärt Bürgermeister Paul Larue.

Trotz Spardiktats wurden drei Mitarbeiter im Ordnungsamt zusätzlich eingestellt, zwei vakante Stellen neu besetzt. „Denn die hoheitlichen Aufgaben sollen hoheitlich bleiben“, betont Larue mit Blick auf die Stadt Aachen, in der sich gerade erst eine „Bürgerwehr“ gegründet hat. Soweit soll es in Düren nicht kommen. „Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit sind kein Nebenschauplatz, sondern gehören maßgeblich zur Attraktivität einer Stadt, betont Larue.

Die SOS-Doppelstreifen werden in der Fußgängerzone und in Parkanlagen patrouillieren und dabei vor allem die Gruppen am Rande der Gesellschaft im Auge halten. Sie werden Hundebesitzer ebenso im Blick haben wie Graffiti-Sprayer, Wildpinkler und Zeitgenossen, die achtlos ihren Kaugummi ausspucken oder Müll fallenlassen.

Und sie werden mit Präsenz und Ansprache versuchen, die sogenannten „Angsträume“ zu entschärfen. Aber damit nicht genug: Sie werden auch Geschäfte und Gaststätten regelmäßig aufsuchen und kontrollieren, ob zum Beispiel das Nichtraucherschutz- oder das Jugendschutzgesetz eingehalten werden.

„Wir verfolgen mit dem SOS-Dienst zwei Ansätze“, erklärt Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Adels. Die bloße Präsenz soll das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken und dafür sorgen, dass zum Beispiel weniger achtlos weggeschmissen wird. Wo Ordnungswidrigkeiten festgestellt werden, setzt die Stadt aber auch auf den erzieherischen Effekt von Bußgeldern.

Auch wenn sie keine polizeilichen Befugnisse haben, bewegen sich die SOS-Teams nicht in einem rechtsfreien Raum. Sie dürfen Personalien feststellen, Platzverweise erteilen, Übeltäter auch gegen den eigenen Willen festhalten, bis die Polizei eintrifft, und im Notfall werden sie auch Abwehrsprays einsetzen. Damit es soweit gar nicht erst kommt, haben die zehn SOS-Kräfte neben verschiedenen anderen Ausbildungsmaßnahmen auch an einem Deeskalationstraining teilgenommen, erklärt Adels.

„Wir sind darauf angewiesen, dass der Dienst von der Bevölkerung mitgetragen wird“, betont Larue. Es sei wichtig, dass die SOS-Streifen, die über zwei eigene Fahrzeuge verfügen, auch auf Missstände hingewiesen werden.

Zu diesem Zweck wird das Ordnungsamt in der kommenden Woche eine Anlaufstelle des SOS-Dienstes für Bürger im Haus Weierstraße 7 einrichten. Auch eine Hotline wird eingerichtet. Unter Telefon 02421/ 252500 können Bürger mit dem SOS-Team Kontakt aufnehmen.

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