Vossenack - „Opus 4“: Klänge in selten guter Qualität

„Opus 4“: Klänge in selten guter Qualität

Von: gkli
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Exzellente Posaunisten: Die Gruppe „Opus 4“ aus Leipzig konzertierte am Samstagabend gekonnt in der Klosterkirche in Vossenack und begeisterte das Publikum. Foto: Gudrun Klinkhammer

Vossenack. Festliche und fetzige Klänge in selten guter Qualität wehten am Samstagabend in Vossenack aus der offenen Klosterkirchentüre in die laue Spätsommernacht hinaus. „Opus 4“, das sind vier Posaunisten des renommierten Gewandhausorchesters aus Leipzig, konzertierten in der Klosterkirche in Vossenack.

Anlass für eine ganze Reihe von Veranstaltungen gibt in diesem und auch noch im kommenden Jahr das Jubiläum der Franziskaner in Vossenack.

Genau vor 50 Jahren wurde der Grundstein zum Kloster gelegt. Als Veranstalter kooperierten für das Konzert von „Opus 4“ der „Kloster-Kultur-Keller“, vertreten von Bruder Wolfgang Mauritz, und der Kulturverein „HöhenArt“, vertreten von Bruno Linzenich. Bruder Wolfgang Mauritz begrüßte die rund 60 Besucher im Kirchenraum und bedauerte ein wenig, dass nicht mehr Zuhörer den Weg zum Konzertort an diesem Abend gefunden hatten. Mauritz: „Im vergangenen Jahr waren beim Konzert mit ,Opus 4‘ 180 Besucher anwesend.“ Doch auch wenn die Zahl der Anwesenden geringer ausgefallen war als erhofft, dem Konzertgeschehen tat das keinen Abbruch.

Weicher Ton, nicht so glänzend

Zunächst spielten die versierten Könner auf Barockposaunen, die eigens für sie und eine CD-Produktion vor einigen Jahren angefertigt worden waren. Barockposaunen besitzen einen wesentlich schlankeren Trichter als ihre zeitgenössischen Geschwister. Auch ist die Legierung eine andere. Daher klingen sie wesentlich weicher, der Ton ist nicht so glänzend, dafür sehr kompatibel und anpassungsfähig.

Das hervorragende Zusammenspiel von Jörg Richter (Alt- und Tenorposaune), Dirk Lehmann und Stephan Meiner (beide Tenorposaune) und Wolfram Kuhnt (Bassposaune) sorgte dafür, dass altehrwürdige Klänge wie „Salmi delle compiete“, komponiert im 16. Jahrhundert von Don Carlos Gesualdo, „Tu pauperum refugium“, geschrieben von Josquin des Préz um 1600 herum und der Choral „Meine Seele erhebet den Herren“ von Heinrich Schütz erdacht 1657 zum musikalischen Hochgenuss für das Publikum wurden.

Auf moderne Instrumente griffen die Profis dann zurück, als sie klanglich zunächst die zeitgenössischen Bearbeitungen und dann die zeitgenössische Musik interpretierten. Strahlend schön und kniffelig schwer die Toccata und Fuge in d-moll von Johann Sebastian Bach, arrangiert für vier Posaunen.

Zum Tanzen einladende Titel wie „Alexanders Ragtime Band“, „Ein Amerikaner in Paris“ und weitere Titel von George Gershwin und Philip Greeley Clapp erfreuten die Gäste. Zwischen den einzelnen Vorträgen applaudierten die Anwesenden immer wieder begeistert.

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