Olympia: Aus für Beachvolleyballerin Ilka Semmler aus Kreuzau

Von: Klaus Wegener
Letzte Aktualisierung:
Umarmung nach dem letzten Ball
Umarmung nach dem letzten Ballwechsel: Ilka Semmler wird nach der Achtelfinalniederlage von ihrer deutschen Freundin und Gegnerin Sara Goller ein wenig getröstet. Foto: dpa

Kreuzau/London. Die Olympia-Reise ist für Katrin Holtwick und der Kreuzauerin Ilka Semmler beendet, zumindest aus sportlicher Sicht. Im Achtelfinale verloren sie am Freitagmorgen im deutsch-deutschen Duell gegen Sara Goller und Laura Ludwig mit 0:2 (16:21, 15:21). Damit belegen Holtwick/Semmler bei ihrer ersten Teilnahme an Olympischen Spielen Platz neun.

Das Aufeinandertreffen mit Goller/Ludwig, den besten deutschen Beacherinnen, hatte viele ungewöhnliche Facetten: Deutschland gegen Deutschland, Setzliste acht (Goller/Ludwig) gegen Setzliste zehn, Olympia-Frischlinge (Holtwick/Semmler) gegen Peking-Achte, da spielten Trainingspartnerinnen und Freundinnen gegeneinander. Und schließlich teilen sie sich auch noch im Olympischen Dorf ein Appartement. Unglücklicher hätte die Auslosung der Runde der besten 16, die erst in der Nacht von Donnerstag zu Freitag um halb eins abgeschlossen war, nicht verlaufen können.

Auch aus rein deutscher Sicht nicht, denn beiden Teams durfte zugetraut werden, über das Achtelfinale hinaus zu kommen. So musste ein deutsches Duo frühzeitiger die Segel streichen - und das waren Katrin Holtwick und Ilka Semmler.

Die allerdings nur gut achteinhalb Stunden nach der Auslosung auf einen Gegner trafen, dem an diesem Tag so gut wie alles gelang. Goller/Ludwig wirkten konzentrierter und sicherer, während sich Holtwick/Semmler von Beginn an zu verkrampft und ohne die nötige Lockerheit präsentierten.

Es war das insgesamt 16. Duell auf internationaler Ebene und Holtwick/Semmler konnten ihre Bilanz von bislang zwei Siegen und 13 Niederlagen nicht verbessern.

Katrin Holtwick sagte nach dem Spiel: „Sara und Laura haben viel mehr Druck im Aufschlag entwickelt als wir.” Auch Ilka Semmler meinte: „Es lag nicht daran, dass wir zum ersten Mal in einem olympischen Achtelfinale gestanden haben. Wir waren nicht extrem nervös. Aber Sara Goller und Laura Ludwig waren heute einfach besser.”

Trotzdem konnten sie den Center Court auf dem Platz vor der Horse Guards Parade mit erhobenem Kopf verlassen. „Mit der heutigen Leistung können wir nicht zufrieden sein, aber mit der Leistung im gesamten Turnier schon”, sagte Katrin Holtwick. „Heute ist die Enttäuschung riesig, morgen sieht die Welt schon wieder besser aus”, beteuerte Ilka Semmler.

Beide sprachen in der Mixed Zone von einem ganz besonders schönen Erlebnis, „hier auf diesem Center Court vor dieser einzigartigen Kulisse gespielt zu haben.” „Doch jetzt ist es vorbei”, sagt Katrin Holtwick, und was die nächsten Tage noch bringen, dafür sei es so wenige Minuten nach dem Match zu früh, das zu entscheiden. Erst einmal musste das Aus bei den Olympischen Spielen verarbeitet werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert