Ohne Noten, aber mit Verve

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Reinhard Zalewski spielte perfekt und gefühlvoll Werke von Johann Sebastian Bach. Foto: Elberfeld

Wenau. Das Mittelschiff der Klosterkirche war nahezu gefüllt. Der „Verein der Freunde von Wenau” hatte in seinen Vorankündigungen einen musikalischen Leckerbissen versprochen: Reinhard Zalewski, Gitarrist. In vielen Kirchen und Kathedralen hat er schon seine Kunst bewiesen.

Die Wenauer Kirche ist zwar etwas kleiner, kann aber auch auf eine spannende Geschichte zurückblicken. Ab sofort kommt eine frische Geschichte dazu: Reinhard Zalewski spielte auf seiner Konzertgitarre Werke von Johann Sebastian Bach, die der Komponist für die Laute geschrieben hatte. Und das ging gut.

Zalewski und seine Gitarre scheinen miteinander verwachsen, das Instrument ist gleichsam wie ein Körperglied, das seinem Meister absoluten Gehorsam zollt. Im Kirchenraum herrscht absolute Stille. Der Meister, in ein barockes Outfit gewandet, verbreitet Ruhe, lässt die linke Hand virtuos über den Steg gleiten, die Finger der rechten Hand wissen immer, welche Seite sie gerade zupfen müssen.

Zalewski spielt ohne Noten, schaut abwechselnd auf seine beiden Hände, reguliert hier und da blitzschnell einen Ton, ist in sich versunken. Empathisch stimmte der Gitarrist die Besucher mit Bachs „Suite a-Moll BWV 997” in das Konzert ein. Es folgten die „Fuge a-Moll BWV 1000”.

Nicht zu viel versprochen

Zwischen den Werken trug Pastoralreferent Manfred Langner, Leiter der Fachstelle für Exerzitienarbeit im Bistum Aachen, Texte zur Passion vor. Zalewskis Programm schloss mit der „Suite E-Dur BWV 1006a” und dem „Präludium, Fuge und Allegro D-Dur BWV 998”. Fazit: Der Verein der Freunde von Wenau hatte nicht zu viel versprochen.
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