„Offline-Shopping“: Am Abend kaum Kunden

Von: smb
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Düren. Zum „Offline-Shopping“ hatten die Dürener Geschäfte für Freitagabend eingeladen. Unter dem Motto „Runter vom Sofa, rein in die Geschäfte“ wollen sie sich positionieren – im Wettbewerb mit anderen Städten und im Wettbewerb mit dem Handel im Internet.

Bis 22 Uhr sollte das Einkaufen am Freitagabend möglich sein. Manche Geschäfte schlossen aber schon ein wenig früher. „Für einen Brückentag waren die Geschäfte gut“, zieht Geschäftsmann Ulf Minartz ein erstes Fazit. Am Abend sei es aber „relativ ruhig“ gewesen. „Es war nicht so viel los, wie wir uns erhofft hatten“, sagt Minartz, der schon darüber nachdenkt, dass ähnliche Verkaufsabende künftig mit Aktionen wie Modenschauen gekoppelt werden könnten, die zusätzlich Kunden nach Düren locken. Außerdem müsse ausgelotet werden, ob das Konzept besser ankomme, wenn es sich nicht um einen Brückentag handele.

„Der Abend bot keinen Grund zum Jubeln, er war nicht berauschend aber okay“, sagt Dr. Stephan Thomas vom Schuhhaus Habrichs. Insgesamt bewertet er den „langen Freitag“ positiv, auch weil viele Akteure an einem Strang gezogen hätten. Die Umsätze am Abend seien aber nicht mit denen im Tagesgeschäft zu vergleichen.

Angesichts dieser Erfahrung mahnt er jedoch zur Geduld. „Ich hoffe, dass der Abend keine demotivierende Wirkung hat“, sagt Thomas. Er sieht das „Offline-Shopping“ als Auftakt von vielen Aktionen, mit denen der lokale Einzelhandel seine Stärken herausstellen will. Er und seine Mitarbeiter haben den Abend auch genutzt, um Gespräche mit den Kunden zu führen und dabei die Vorteile des Einkaufens vor Ort herauszustellen. „Wenn künftig der Empfänger das Rückporto bezahlen muss, ist das für den stationären Handel sicherlich ein Vorteil“, sagt Thomas.

„Das Angebot wurde in allen Altersgruppen angenommen“, zieht Hans Bergmann von Scheepers-Moden eine erste Bilanz. Auch haben die Geschäftsleute festgestellt, dass die Kunden nicht nur aus der Stadt, sondern auch aus der Umgebung nach Düren kamen.

City-Manager Wilhelm Streb bewertet den Freitagabend als „schönen Auftakt“, bei dem er aber ebenfalls gerne mehr Menschen in der Stadt gesehen hätte. „Einige Geschäfte haben gute Umsätze gemacht“, weiß er aus Gesprächen. Auch Streb versteht das „Offline-Shopping“ als einen Teil eines großen Ganzen, mit dem der Einzelhandel seine Vorteile unterstreichen möchte. Besonders freut sich der City-Manager, dass der „I love Düren“-Aufkleber bei den Menschen gut ankomme. „Viele Leute haben in den Geschäften danach gefragt“, weiß Streb.

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