Offene Jugendarbeit in den Stadtteilen bis 2017 gesichert

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Die Vertreter der freien Träg
Die Vertreter der freien Träger der Kinder- und Jugendarbeit freuen sich über die Planungssicherheit. Bis 2017 zahlt die Stadt einen jährlichen Zuschuss von mindestens 925 000 Euro. Foto: Abels

Düren. „Jugendliche brauchen Freiräume und Freizeiträume.” Das steht für Paul Larue außer Frage. Und deshalb freut sich nicht nur der Bürgermeister, dass die bewährte Form der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Düren unter Beteiligung einer Vielzahl freier Träger - das sogenannte „Dürener Modell” - bis 2017 gesichert ist.

Obwohl die Stadt ihren Zuschuss um 55 000 auf 925 000 Euro kürzen musste, öffnen die 19 Einrichtungen weiter im bisherigen Umfang ihre Pforten, braucht auch die mobile Jugendarbeit nicht eingeschränkt zu werden.

Der Jugendhilfeausschussvorsitzende Thomas Floßdorf dankte in diesem Zusammenhang den Trägern, die finanziell an „ihre Schmerzgrenze” gegangen seien, damit das Angebot trotz Haushaltsicherungskonzept der Stadt nicht eingeschränkt werden muss. Dass weiterhin rund 500 Stunden offene Kinder- und Jugendarbeit angeboten werden, liegt aber auch an den vielen ehrenamtlichen Kräften, betonten Larue und die Vertreter der freien Träger, die sich für die Planungssicherheit bedankten.

Es sei 2008 die richtige Entscheidung gewesen, mit der offenen Jugendarbeit noch intensiver in die Fläche zu gehen, betonte Floßdorf. Und deshalb ist auch die Arbeit in den kommenden fünf Jahren an der Lebenswelt der Jugendlichen vor Ort in den Stadtteilen ausgerichtet.

Und weil sich gezeigt hat, dass viele Jugendliche auch gerne noch am Abend einen festen Anlaufpunkt suchen, werden die Öffnungszeiten vielerorts bis mindestens 21 Uhr verlängert. „Alle 14 Tage sind die Einrichtungen auch gefordert, ein Angebot am Wochenende zu unterbreiten”, erklärt der städtische Teamleiter Peter Junker, in Eigenregie oder in Kooperation mit anderen.

Neben einer intensiveren Kooperation mit den Schulen, vorbereitet von den fünf zusätzlich im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaktes eingestellten Schulsozialarbeitern, soll auch der Bildungsaspekt in der offenen Jugendarbeit nicht zu kurz kommen. Denn, und darauf wies Vera Schellberg von der Evangelischen Gemeinde hin: „Die Kinder und Jugendlichen lernen nicht nur in der Schule, sondern auch an Orten, an denen sie sich aktiv einbringen können.”

Der Status quo der Jugendarbeit ist in den kommenden fünf Jahren gesichert. Paul Larue signalisierte aber auch am Mittwoch noch einmal den Vertretern der freien Träger, sich den Bedarf nach dem für 2014 angestrebten Haushaltsausgleich noch einmal anzusehen und das städtische Engagement in der präventiven Arbeit bei Bedarf noch einmal zu erhöhen, bevor Jugendliche vom rechten Weg abkommen und damit deutlich höhere Kosten verursachen.
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