Offene Angebote im Dürener Papst-Johannes-Haus kommen gut an

Von: ajo
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Im Papst-Johannes-Haus sind junge Leute gleich welcher Herkunft willkommen. Sie können hier in Gemeinschaft sinnvoll ihre Freizeit verbringen, wie Leiterin Martina Schütz-Berg (links) betont. Foto: Annika Johnen

Düren. „Wir wollen die Jugendlichen von der Straße holen, ihnen die Möglichkeit geben, Räume für sich zu erobern“, betont die Leiterin des Papst-Johannes-Hauses Martina Schütz-Berg. Jeden Mittwoch, Freitag und Samstag sind dort die Türen von 17 bis 21 Uhr für Jugendliche ab 13 Jahren zur Jugenddisko geöffnet.

Aber nicht nur Musik, sondern auch die Möglichkeit Kicker, Billard oder Dart zu spielen gehören zum kostenlosen Angebot. Samstags ist sogar die hauseigene Kegelbahn geöffnet. „Wir bieten eine günstige Alternative, da Jugendliche es sich oft nicht leisten können, viel Geld auszugeben. Sie sollten einen Rückzugsort haben, der kein Vermögen kostet“, unterstrich die Pädagogin. Die Gäste aus Düren und Umgebung stammen alle aus unterschiedlichen Kulturen.

„Es ist eine Bereicherung. Jeder bringt seine kulturellen Besonderheiten und Regeln und dazu seine eigene Geschichte mit. Es ist ein gegenseitiges Lernen“, hob Betreuer Sven Joschinski hervor. „Gleichzeitig bedeutet es für uns aber auch, dass extrem unterschiedliche Welten aufeinander prallen und die Auseinandersetzung miteinander manchmal schwer ist“, berichtet Schütz-Berg und stellt heraus: „Als Betreuer muss man aufpassen, dass man nicht an seine Grenzen stößt. Man muss extrem ruhig bleiben“.

Alkohol ist in der Einrichtung verboten, wer zu betrunken ist, muss draußen bleiben. „Bei starkem Alkoholkonsum ist eine pädagogische Arbeit nicht mehr möglich und das wollen wir verhindern“, berichtete Schütz-Berg, die für ihre jungen Gäste sowohl Respektsperson, als auch Freundin ist.

„Jeder ist willkommen“

„Ich lege Wert darauf, authentisch zu sein und den Jugendlichen Respekt entgegenzubringen, dann fühlen sie sich auch geschätzt und nehmen einen Ernst“, bekräftigt die Leiterin.

Die Musik an den Abenden können die Gäste mitbestimmen. Zudem muss niemand die ganze Zeit über im Haus bleiben. Betreuer Sven Joschinski betonte: „Wer kommt, der kommt. Jeder ist bei uns willkommen.“

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