Düren - Ökonomisch und ökologisch optimiert

Ökonomisch und ökologisch optimiert

Von: fjs
Letzte Aktualisierung:
kläranlage13_bu
Die neue Anlage macht es möglich: Abwasser vor und nach der Behandlung zeigten die Schoellershammer-Verantwortlichen dem Gesellschafter Heinrich August Schoeller (r.) und Bürgermeister Paul Larue. Foto: Schröder

Düren. Die Säuberung und Wiederverwertung des Abwassers zu optimieren, lässt sich die Papierfabrik Schoellershammer etwas kosten.

Rund 2,7 Millionen Euro wurden in eine weitere Behandlungsstraße investiert, die jetzt in Betrieb genommen wurde. Schoellershammer bedient sich dabei für die jetzt wesentlich erweiterte Kläranlage eines Betriebsführers.

Die OEWA Wasser und Abwasser GmbH, ein Tochterunternehmen der Veolia Wasser, übernimmt die Bedienung und Überwachung der Anlage.

Die vergrößerte Anlage stellten jetzt Armin Vetter, Geschäftsführer Technik und Wellpappenpapiere bei Schoellers-hammer, und OEWA-Geschäftsführer Dr. Ullrich Meyer den Gesellschaftern des seit 1784 bestehenden Unternehmens sowie Bürgermeister Paul Larue vor.

Produktion sehr wasserintensiv

Schoellershammer hat am Ortseingang von Niederau zwei Standbeine. Mit 230 Mitarbeitern werden Feinpapiere und Wellpappenrohpapier produziert. Die Produktion ist sehr wasserintensiv.

Bei der Herstellung von Wellpappenrohpapier und der damit erforderlichen Altpapierverwertung entfallen auf ein Kilogramm Papier drei Liter Wasser. Da kommt bei einer Jahresproduktion von 220.000 Tonnen eine Menge zusammen.

„Wir wollen die ökonomische und ökologische Optimierung”, so Dr. Ullrich Meyer, dessen Unternehmen mit Sitz in Leipzig die Konzeption und Planung sowie den Betrieb der neuen Anlage in einer Hand hat.

Organische Schmutzstoffe

Die Zielsetzung ist klar. Möglichst viele organische Bestandteile sollen weiter verwertet und das belastete Wasser gereinigt in den Betrieb zurückgeführt werden. Die Erweiterung wurde mit der bestehenden Kläranlage verbunden und so ausgelegt, dass bei Schoellershammer weitere Produktionssteigerungen möglich sind.

In der ersten Reinigungsstufe werden unter Ausschluss von Sauerstoff in der sogenannten Anaerobstufe organische Schmutzstoffe gebunden. Das so gewonnene Bio-Gas wird vor Ort in Blockheizkraftwerken zur Stromerzeugung verwertet und mit der Abwärme das Frischwasser erwärmt.

In dem belüfteten Belebungsbecken als zweiter Stufe wird die verbliebene Schmutzfracht soweit abgebaut, dass ein Teil des Abwassers wieder der Produktion zugeführt werden kann. Der Rest gelangt in die kommunale Kläranlage.

„Wir reduzieren den CO2-Ausstoß erheblich und verringern den Einsatz von Hilfsstoffen”, so Armin Vetter. Mit der Erweiterung der Kläranlage werde der Prozess der Betriebsoptimierung fortgesetzt, kündigte Vetter an.

Die Rückführung von aufbereitetem Abwasser soll schrittweise erhöht und die bestehende alte Belebungsstufe umgerüstet werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert