Düren - Nutz und Nippes statt gähnender Leere

Nutz und Nippes statt gähnender Leere

Von: Daniela Martinak
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Hereinspaziert und eingekauft:
Hereinspaziert und eingekauft: Die Mitarbeiter und Teilnehmer des Projekts freuen sich auf die ersten Kunden.

Düren. Kleidung, Dekorationsartikel, Bücher. Während in der Innenstadt dutzende Geschäfte die Kunden mit attraktiven Angeboten locken, herrscht im Stadtteil Düren-Nord gähnende Leere. Zwar mangelt es nicht an Lebensmittelläden, aber wenn sich die Bewohner dort zum kleinen Preis neu einkleiden oder einrichten wollen, mussten sie bisher den Weg in die Innenstadt antreten.

Das gehört nun der Vergangenheit an. Der Stadtteilladen Düren Nord ist jetzt offiziell eröffnet worden und bietet eine große Auswahl an gebrauchter Kleidung, Möbeln, Dekorationsartikeln, Büchern und Spielsachen zum kleinen Preis.

Das Teilprojekt von BIWAQ (Bildung, Wirtschaft und Arbeit im Quatier) fördert in Ergänzung zum Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt NRW” zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation in den Programmgebieten.

Kooperationsprojekt

„Die Umsetzung des Projekts erfolgt in Kooperation mit der Stadtteilvertretung Nord-Düren und der dazugehörigen Projektgruppe Arbeit und Ausbildung”, erklärt Monika Schleicher vom Verein InVia. Die Projektteilnehmer werden mit Hilfe von InVia und der Low-tec GmbH qualifiziert und beschäftigt. Und da die Teilnehmer hauptsächlich in Düren-Nord zu Hause sind, findet - so der Plan - eine stärkere Identifikation mit diesem Stadtteil statt und die Menschen kommen ins Gespräch.

Seit Januar wird bei InVia in der Schulstraße eifrig gewerkelt. Unter der Anleitung von Schreiner Peter Frauenrath wurde das Ladenlokal monatelang renoviert. „Es sieht zwar so aus, als wäre es nicht viel Arbeit gewesen, aber ich kann es Ihnen sagen, das war es doch”, wendet sich Monika Schleicher an die Gäste bei der Eröffnung. Und weiter: „Wir haben alles umgebaut. Nicht nur den Raum, den die Kunden sehen. Auch in der Halle wurde extra für diesen Stadtteilladen eine Nähstube und ein Lager eingerichtet.”

Finanziert wurde der Umbau aus Mitteln des EU-Sozial-Fonds und des Bundesministeriums für Stadtentwicklung, wobei die Job-com die Kofinanzierung übernimmt. „Dieses Projekt trägt dazu bei, die Situation in diesem Stadtteil zu verbessern. Es ist mittlerweile ein fantastisches Netzwerk, an dem sich viele beteiligen”, lobt Bürgermeister Paul Larue, dem der Stadtteil sehr am Herzen liegt.

Und noch während die vier Einrichter und Verkäufer - Sabrina Lopez, Holger Lüttgen, Birgit Krasniqi und Lydia Bläsen - ihre Aufregung ein wenig zu verstecken versuchen, orientieren sich die ersten Kunden an den Schildern.

Liebevoll aufgearbeitete Möbel

Mit Aufschriften wie „Nutz und Nippes” sollen die Schilder den Kunden dabei helfen, sich zurechtzufinden. Liebevoll aufgearbeitete Möbel und Dekorationsartikel aus Holz zogen gleich viele Blicke auf sich.

„Wir schauen erwartungsvoll auf die Entwicklung dieses Ladens”, sagen InVia-Geschäftsführer Norbert Schoeller und die stellvertretende Vorsitzende, Elisabeth Koschorreck. Der neue Stadtteilladen an der Schulstraße 51 ist montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.
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