Düren - „Nur wer jetzt anpackt, der macht das Rennen”

„Nur wer jetzt anpackt, der macht das Rennen”

Von: Bruno Elberfeld
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Klaus Ladwig, Vorsitzender des Fördervereins, Stefan Kesting, Koordinator Stadt Düren, und Doris Unsleber, Evangelische Gemeinde zu Düren (v.l.), wollen die Lokale Agenda 21 in Düren voranbringen. Foto: bel

Düren. Menschen, die „grün dachten”, um die Umwelt zu schonen, galten noch vor Jahren als ausgemachte Fantasten. Doch die zunehmenden Naturkatastrophen, vom Menschen hausgemacht, locken Schritt für Schritt auch die letzten Ökoskeptiker hinter ihren Öfen hervor.

Stefan Kesting, Koordinator der Stadt Düren im neu gegründeten „Förderkreis der Lokalen Agenda 21 in Düren”, brachte es auf den Punkt. „Das Bewusstsein der Leute ändert sich zunehmend, der Prozess des Umdenkens ist auch in vielen Betrieben in vollem Gange”, erklärte er. Die Gründe versuchte der Vorsitzende des neuen Förderkreises, Klaus Ladwig, zu deuten: Viele Firmen hätten erkannt, dass ein „Weiter wie bisher” zum weltweiten Kollaps führe.

Das bisher geschmähte Umdenken aus der grünen Ecke sei allmählich gesellschaftsfähig, und dann gebe es da viele Beispiele kleiner und großer Firmen, deren Gewinne gerade wegen der Umstellung auf ökologisch wirtschaftliches Handeln kräftig gewachsen seien. „Nicht wer zu lange wartet macht das Rennen, sondern nur, wer jetzt anpackt”, meint Klaus Ladwig.

Schon 1992 sei in Rio de Janeiro bei einer UN-Konferenz die Kampagne „Lokale Agenda 21” gestartet worden, erinnerte Kesting. 179 Staaten unterstützten die Ziele der Konferenz, gerade die Städte und Kommunen für ein ökologisches, soziales und wirtschaftliches Handeln zu gewinnen.

Nachhaltiger wirtschaften

Die Mitglieder des neuen Fördervereins hoffen, dass sie der „Lokalen Agenda 21” in Düren jetzt neues Leben einhauchen können. Ein „Lifeguide”, eine Broschüre über ein besseres Leben im Alltag, wird zurzeit erarbeitet. In Düren ansässige Firmen sollen mit dem Projekt „Ökoprofit” dazu angehalten werden, nachhaltiger zu wirtschaften und damit auch nachhaltiger Geld zu verdienen. Menschen haben demnächst die Möglichkeit, ein Gutscheinbuch, ähnlich wie es das schon seit Jahren für Restaurants gibt, zu erwerben. Sie können damit in bestimmten Geschäften Artikel aus nachhaltiger Produktion kaufen.

Die unter dem Link „Wirtschaft” schon existierende Homepage der Stadt Düren wird erneuert. Und dann gibt es ja schon seit 13 Jahren am 22. September die Mobilitätswoche für Europa unter dem Motto „In die Stadt ohne mein Auto”. An ihr nehmen etwa 3000 Städte teil.

Gespannt sind Stefan Kesting und seine Kollegen im Förderverein auf die Renovierung des Dürener Rathauses. Sie hoffen, dass dort die neueste Umwelttechnik eingesetzt wird.

Die „Lokale Agenda 21” existiert im Übrigen als Initiative in der Evangelischen Gemeinde zu Düren seit 1999. Mehr zu diesem Projekt gibt es unter 02421/ 252580.
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