Nur noch vier neue Windräder östlich der Sophienhöhe

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Niederzier. Im Streit mit der Gemeinde Titz und der Stadt Elsdorf hinsichtlich des Baus von neuen Windrädern nordöstlich der Sophienhöhe zeigt die Gemeinde Niederzier Entgegenkommen.

„Im Sinne eines gutnachbarschaftlichen Miteinanders werden wir statt fünf nur noch vier Windräder errichten“, erklärt Bürgermeister Hermann Heuser. Einstimmig hat der Gemeinderat diesen Kompromissvorschlag abgesegnet.

Verzichtet wird auf die Anlage östlich der B55, die nur rund 800 Meter von Bettenhoven (Titz) und Oberembt (Elsdorf) gewesen wäre und im Zentrum der Kritik aus den Nachbarkommunen stand. Die Betreiber der vier verbliebenen Anlagen, die bei einer Höhe von knapp 200 Metern nun mehr als 1200 Meter von den ersten Häusern entfernt gebaut werden, haben sich bereiterklärt, den nicht mehr zum Zuge kommenden Betreiber zu entschädigen. „Jetzt erwarten wir von Titz und Elsdorf aber auch eine konstruktive Begleitung des Verfahrens“, betonte Heuser.

50-prozentige Beteiligung

Die vier neuen Anlagen, die neben den vier bereits bestehenden errichtet werden, sollen Ende 2016 in Betrieb gehen. An einer der knapp fünf Millionen Euro teuren Anlagen wird sich auch die Gemeinde Niederzier finanziell zur Hälfte beteiligen. 1,24 Millionen Euro müssen die beiden Betreiber an Eigenkapital einbringen, der Rest wird finanziert. Zu diesem Zweck hat der Gemeinderat eigens eine neue Gesellschaft gegründet, die „Kommunale Energiebeteiligung Niederzier GmbH“. Um sicher zu gehen, dass keine Steuergelder „verbrannt“ werden, hat die Gemeinde die Wirtschaftlichkeitsberechnung überprüfen lassen. Ergebnis: „Sie können bei überschaubarem Risiko mit einer angemessenen Rendite rechnen und leisten zudem einen Beitrag zur Energiewende“, betonte Hans-Jürgen Rossbach von der Kommunalberatung Rheinland-Pfalz im Rat. Bei sehr vorsichtig gewählten Vorgaben erwirtschaftet die Anlage in den kommenden 20 Jahren eine Rendite von mindestens 3,5 Prozent, wahrscheinlich sogar deutlich mehr.

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