Nur elf Anmeldungen: Zukunft der Hauptschule Birkesdorf gefährdet

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Der Hauptschule Birkesdorf liegen elf Anmeldungen für das neue Schuljahr vor. Ob damit eine Klasse gebildet werden kann, ist fraglich. Foto: Abels

Düren. Eine weitere gefährdete Hauptschule (HS), ein zum Teil überraschender Rückgang bei drei Gymnasien, stabile Zahlen bei den Real- und Gesamtschulen: Das ist das Ergebnis der Anmeldephase an den weiterführenden Schulen im Stadtgebiet.

Nur noch elf Schüler wurden an der HS Birkesdorf angemeldet. Obwohl normalerweise bis zu den Sommerferien noch mit der einen oder anderen Anmeldung gerechnet werden kann, ist fraglich, ob in Birkesdorf noch eine Eingangsklasse gebildet werden kann. Zum Vergleich: Im laufenden Schuljahr besuchen noch 33 Fünftklässler die HS Birkesdorf. Weiterhin nicht gefährdet ist die HS Burgauer Allee, die auch im Schuljahr 2016/17 zwei Eingangsklassen bilden kann.

Dass erneut 41 Schüler von den beiden Gesamtschulen abgelehnt werden mussten, könnte auf den ersten Blick die Diskussion um eine dritte Gesamtschule wieder anfeuern. Bei genauerem Hinsehen aber fällt auf, dass an der Heinrich-Böll-Schule (25 Ablehnungen) aufgrund eines Sanierungsstaus im kommenden Schuljahr nur vier statt fünf Eingangsklassen gebildet werden können.

Bei den drei Realschulen – Bretzelnweg (85 Anmeldungen), Wernersstraße (91) und St. Angela (87) – spricht nichts für Veränderungen. Bei den Gymnasien hat das GaW mit 144 Anmeldungen das „Stift“ (117 nach 140 im Jahr 2015) wieder an der Spitze abgelöst. Das „Stift“ büßt ebenso eine Klasse ein wie das St.-Angela-Mädchengymnasium. Beim Burgau-Gymnasium steht hinter dem bilingualen Französisch-Zweig ein Fragezeichen, das „Rurtal“ verharrt mit 48 Anmeldungen bei der Zweizügigkeit.

Derzeit kommen noch mehr als 40 Prozent der neuen Gymnasiasten aus dem Umland. Die Stadt geht jedoch davon aus, dass dieser Wert aufgrund der demografischen Entwicklung sinken wird, so dass sich mittelfristig die Frage stellen wird, ob alle fünf Gymnasien noch benötigt werden.

Im Rahmen einer Klausurtagung haben sich Politik und Verwaltung mit der aktuellen Situation, aber auch dem im vergangenen Jahr vorgelegten Schulentwicklungsplan beschäftigt, Entscheidungen wurden noch nicht getroffen. Einigkeit besteht darin, die Gebäude der 2017 schließenden Cornetzhofschule und der bereits in wenigen Wochen schließenden HS Gürzenich weiter zu nutzen. In letztere soll bekanntlich nach Umbaumaßnahmen die örtliche Grundschule umziehen.

Wichtigste Erkenntnis aus dem Schulentwicklungsplan: Die Zahl der Kindergartenkinder wird in den kommenden zehn Jahren gegen den Trend im Umland in der Stadt steigen. Damit verbunden wird sich auch die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren weiter erhöhen. Das heißt für Politik und Verwaltung: Trotz der bereits beschlossenen Erweiterung der Kitas um mehr als zehn Gruppen werden noch einmal mindestens genauso viele Gruppen neu eingerichtet werden müssen.

Auch wenn an den allermeisten Standorten mittlerweile auch Ganztagesbetreuung angeboten wird, wird die steigende Kinderzahl im Grundschulbereich voraussichtlich kaum Kapazitätsprobleme verursachen. Hier ist die Zahl der Kinder in den vergangenen 20 Jahren um fast 1000 Schüler zurückgegangen.

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