Raffelsbrand - NRW-Umweltminister besucht Bodenlehrpfad in Raffelsbrand

NRW-Umweltminister besucht Bodenlehrpfad in Raffelsbrand

Von: Sarah Maria Berners
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Ein Spaziergang für den Schutz der Böden: NRW-Umweltminister Johannes Remmel informierte sich bei einem Rundgang durch den Todtenbruch über die geologischen Besonderheiten und stellte eine neue Broschüre mit Tipps für Bodenerlebnisse vor. Foto: Sarah Maria Berners

Raffelsbrand. „Jedem ist klar, dass wir saubere Luft zum Atmen brauchen und sauberes Wasser zum Trinken“, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel bei seinem Besuch in Raffelsbrand. Der Boden aber sei der arme Verwandte von Wasser und Luft und werde weltweit etwas stiefmütterlich behandelt. Dabei sei er Filter für das Grundwasser, Untergrund des menschlichen Lebens, Kühlelement der Natur und Lebensraum für viele Tiere und Lebensgrundlage.

 „Außerdem ist im Erdreich viel CO2 gebunden“, unterstrich Remmel die Bedeutung des unbeachteten Bodens für den Klimawandel. Aus trocknenden Mooren und tauendem Permafrostboden beispielsweise löse sich das CO2.

„Bodenschutz ist einer Daueraufgabe“, sagte Remmel. Daher war der Umweltminister am Dienstag nach Raffelsbrand gekommen, um auf dem seinerzeit ersten Bodenlehrpfad NRWs im Moorgebiet Todtenbruch Werbung für den Boden zu machen und die neue Broschüre „Ausflugtipps – Bodenerlebnisse in NRW“ vorzustellen. „Erleben Sie den faszinierenden Lebensraum Boden und die erstaunliche Vielfalt, die sich unter unseren Füßen befindet“, appellierte Remmel, der mit Vertretern des Regionalforstamtes, der Gemeinde, des Kreises sowie des geologischen Dienstes den Todtenbruch erkundete und sich über die geologischen Besonderheiten informieren ließ.

„Wir sind dabei, die Festplatte der Natur unwiederbringlich zu löschen“, betonte Remmel. „Der Flächenverbrauch sei nach wie vor zu hoch. Man verliere täglich Platz für Natur, Erholung und Landwirtschaft. Neben der generellen Minimierung der Bodenversiegelung sei es vorrangiges Ziel, Flächen beanspruchende Planungsvorhaben auf besonders schutzwürdigen Böden so weit wie möglich zu vermeiden.

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