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NPD-Kreisspitze aus Partei ausgeschlossen

Von: ja
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Die Führungskräfte der NPD i
Die Führungskräfte der NPD im Kreis Düren, hier Ingo Haller (l.) und René Laube, wurden aus der Partei ausgeschlossen. Foto: ja

Kreis Düren. Das Bundesschiedsgericht der NPD hat den bisherigen Vorsitzenden des Kreisverbandes Düren, Ingo Haller, und seine Stellvertreter René Laube und René Rothhanns rückwirkend zum September 2010 aus der Partei ausgeschlossen.

Wie Haller auf der bisherigen Internetseite der Dürener NPD erklärt, seien Auseinandersetzungen mit dem NRW-Landesvorsitzenden Cremer, dem er einen „unerträglichen Weichspüler-Kurs” vorwirft, Anlass des Ausschlussverfahrens gewesen.

Daraufhin seien bis auf zwei alle bisherigen Mitglieder des nicht mehr existenten Kreisverbands Düren aus der NPD ausgetreten. Ihre Mandate im Kreistag und im Dürener Stadtrat wollen Haller und Rothhanns als parteilose Abgeordnete weiter wahrnehmen. Haller kündigt zudem die Gründung einer neuen Wählervereinigung an, mit der er schon bei den nächsten Kommunalwahlen antreten will.

„Nun kann man sich freuen, dass immerhin der NPD-Kreisverband in Düren gescheitert zu sein scheint”, kommentiert Oliver Krischer (Grüne, MdB) die Entwicklung. Aber sie mache deutlich, „dass das mitnichten das Ende der rechtsextremen Szene und Aktivitäten im Kreis Düren ist”. Und sie zeige, „dass ein NPD-Verbot am Ende nur ein Kurieren an Symptomen ist. Die rechte Szene, ihr Gedankengut und vor allen ihre Taten schafft man damit nicht aus der Welt. Dagegen hilft nur langfristiges Engagement auf allen politischen Ebenen.”

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