Düren - Norovirus im Dürener Krankenhaus

Norovirus im Dürener Krankenhaus

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Düren. Nach dem Augustinus-Krankenhaus in Lendersdorf hat der Noro-Virus jetzt auch das Dürener Krankenhaus erfasst.

Zwei Stationen seien betroffen, bestätigte Geschäftsführer Uwe Stelling auf Nachfrage. Sie wurden zur Quarantäne-Zone erklärt. Insgesamt sprach der Geschäftsführer von 36 Fällen des Brechdurchfalls, von denen die meisten durch eingewiesene Patienten, vor allem aus Pflegeheimen, ins Krankenhaus kamen.

Deshalb habe man mit dem Rettungsdienst vereinbart, Brechdurchfall-Erkrankte nach Möglichkeit vor Ort zu versorgen. Allerdings nehme das Dürener Krankenhaus weiter Patienten auf. Seit Dienstag, erklärte Stelling, stabilisiere sich die Lage. Neue Fälle wurden nicht mehr gemeldet. Die in den Quarantäne-Zonen tätigen Mitarbeiter wurden seit Bekanntwerden der ersten Fälle nicht mehr auf anderen Stationen eingesetzt. Außerdem werde noch penibler auf Reinlichkeit und Desinfektion geachtet.

Weil angesichts der stark gestiegenen Erkrankungszahlen in den letzten Tagen auch für die Bevölkerung ein erhöhtes Ansteckungspotenzial besteht, gibt das Kreisgesundheitsamt einige Verhaltenstipps. Da die Erreger hauptsächlich „von der Hand in den Mund”, also durch Aufnahme über die Hände nach Kontakt mit verunreinigten Flächen übertragen werden, sollte verstärkt auf eine gute Händehygiene, vor allem vor der Nahrungszubereitung, geachtet werden. Das bedeutet, dass die Hände mehrfach täglich mit warmem Wasser und Seife gründlich gereinigt werden sollten. Auch die Handtücher sollten täglich gewechselt werden.

Sollte bereits ein Familienmitglied erkrankt sein, muss besonders vorsichtig mit Erbrochenem umgegangen werden, da es sehr infektiös ist (Verwendung von Gummihandschuhen und Einwegtüchern). Auch die benutzte Toilette sowie eventuell andere verunreinigte Flächen (Türgriffe oder Waschbecken) sollten regelmäßig gereinigt werden.

Da die Infektion Kleinkinder und ältere Menschen besonders gefährdet, sollten diese möglichst keinen Kontakt zu Erkrankten haben. Wenn dies nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, kann die Verwendung eines Händedesinfektionsmittels nach Kontakt sinnvoll sein. Geschirr kann wie üblich gereinigt, Bett- und Leibwäsche sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Erkrankte sollen keine Speisen für andere zubereiten! Da das Virus auch nach Abklingen der akuten Krankheitssymptome in der Regel noch ein bis zwei Wochen mit dem Stuhl ausgeschieden wird, müssen selbst genesene Personen weiter auf eine intensive Toiletten- und Händehygiene achten.

Weil der Brechdurchfall nicht mit Medikamenten behandelt werden kann, müssen Erkrankte auf einen ausreichenden Flüssigkeits- und Mineralienersatz achten. Bei schweren Verläufen, insbesondere bei Kleinkindern, älteren Patienten und Personen mit Grunderkrankungen, sollte frühzeitig ein Arzt hinzugezogen werden.
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