Nörvenich oder Wittmund? Noch ist alles Spekulation.

Von: Jörg Abels
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Vor gut drei Jahren ist er erstmals auf dem Fliegerhorst Nörvenich gelandet. Mittlerweile hat das Jagdbombergeschwader 31 seine ersten eigenen Eurofighter. Foto: Abels

Nörvenich. Fällt die Entscheidung über die Schließung von Geschwaderstandorten im Zuge der diskutierten Truppenreduzierung bei der Luftwaffe zwischen Nörvenich und dem ostfriesischen Wittmund?

Diese Frage wirft die in Oldenburg erscheinende Nordwest-Zeitung auf. Nach NWZ-Informationen gelten die Standorte Rostock-Laage und Birkenfeld als sicher, Nörvenich und Wittmund stünden in direkter Konkurrenz. Reine Spekulation, entgegnete das Bundesverteidigungsministerium (BMVg) auf Nachfrage des Dürener Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Rachel (CDU).

Vor Tagen erst war eine Sparliste des Ministeriums öffentlich geworden. In dem 23-seitigen Konzept mit dem Titel „Priorisierung Materialinvestitionen” empfehlen Experten des Ministeriums dem Minister auf die letzte Tranche der Eurofighter, insgesamt 37 Maschinen, zu verzichten. Zur Erinnerung: Mitte Dezember wurde der Eurofighter bei „Boelcke” zwar feierlich in Dienst gestellt, bislang aber wurden nur zwei Flugzeuge in Nörvenich stationiert, während die Tornados das Jagdbombergeschwader 31 vor wenigen Tagen endgültig verlassen haben.

Die Eurofighter-Ausbildung der Piloten wird derzeit in Rostock-Laage zentralisiert. Noch beim Tornado-Abschied wollte Generalleutnant Schelzig, Kommandeur des Luftwaffenführungskomanndos, keine Standortgarantie für Nörvenich abgeben, weil mit der im Raum stehenden Reduzierung der Luftwaffe von 34.500 auf 19.000 Soldaten auch Geschwader aufgelöst werden müssten. Gleichwohl ließ er durchblicken, dass die in Nörvenich getätigten Investitionen von bereits rund 100 Millionen Euro ein gutes Argument für den Erhalt des Standorts seien.

Auf die weist jetzt auch Thomas Rachel Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg in einem Schreiben hin, in dem er sich „nachdrücklich für den Erhalt des Fliegerhorsts Nörvenich” ausspricht. Er sei einer der modernsten überhaupt. „Es gibt einen hochmodernen Flugsimulator, neue Staffelgebäude, eine neue Werfthalle und zudem wurde die Kaserne modernisiert”, betont Rachel.

Für Nörvenich spricht derweil, dass die Bauarbeiten trotz der Sparpläne weitergehen, während sie nach DZ-Informationen in Wittmund gestoppt wurden. Beim dort stationierten Jagdgeschwader war die Umrüstung auf den Eurofighter für 2012 vorgesehen.
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