Düren - Noch keine Entscheidung: Quo vadis Weihnachtsmarkt?

Noch keine Entscheidung: Quo vadis Weihnachtsmarkt?

Von: ja
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Kehrt der Weihnachtsmarkt noch einmal vors Rathaus zurück? Die Entscheidung steht aus. Foto: ja

Düren. Bei sommerlichen Temperaturen liegt der Weihnachtsmarkt verständlicherweise in weiter Ferne. Und doch müssen sich die Verantwortlichen der Dürener Politik allmählich entscheiden, was mit dem Budenzauber 2015 geschehen soll.

Achim Greiff, bei der Stadt für die Planung von Messen und Märkten verantwortlich, sitzt auf heißen Kohlen; und mit ihm die bisherigen Beschicker des Weihnachtsmarktes auf dem Rathausvorplatz, die in eine ungewisse Zukunft blicken. „Langsam aber sicher müsste ich wissen, ob ich für den Rathausvorplatz planen muss, oder ob ein anderes Konzept zum Tragen kommt“, betont Greiff. Und auch Schaustellerchef Bert Cremer fordert im Namen seiner Kollegen schnellstmögliche Planungssicherheit.

Die „Ampel“-Mehrheit im Stadtrat hat sich in ihrem Koalitionsvertrag im Sommer 2014 für eine attraktivere Gestaltung des Weihnachtsmarktes und die Verlegung rund um die Annakirche als eine der kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen aus dem Masterplan Innenstadt ausgesprochen. Geschehen ist seitdem nichts.

Unter anderem liegt bereits seit Februar das Konzept eines Koblenzer Schaustellers für den Bereich Annakirche/Ahrweilerplatz auf dem Tisch. In einheitlichen Holzhütten sollen kulinarische Spezialitäten ebenso angeboten werden wie Kunsthandwerk und Weihnachtsartikel. Gleichzeitig sieht das Konzept eine Eisbahn mit Almscheune auf dem Rathausvorplatz vor. Bisherige Beschicker sollen integriert und ihre Bewerbungen bevorzugt berücksichtigt werden. Ob das aber auch für die lukrativen Gastronomiestände gilt, die bislang die Besucher anlockten, darf jedoch bezweifelt werden. Entsprechend groß ist die Sorge der bisherigen Beschicker.

„Es soll doch keiner so tun, als hätten Kunsthandwerker in der Vergangenheit Schlange in Düren gestanden“, ärgert sich Rolf Giebel über die illusorischen Vorstellungen des einen oder anderen Politikers. In der Vergangenheit seien Kunsthandwerker sogar bezahlt worden, nur damit sie nach Düren kommen. Eine Aussage, die Achim Greiff bestätigt.

Auch weil rund um die Annakirche Strom- und Wasseranschlüsse erst noch geschaffen werden müssten, steht für Bert Cremer fest: „Da der Marktplatz aufgrund des Wochenmarktes nicht zur Verfügung steht, gibt es keine Alternative zum Rathausvorplatz.“ Deshalb sehen Cremer und die bisherigen Beschicker auch die im Masterplan ebenfalls vorgesehene Umgestaltung des Rathausvorplatzes äußerst kritisch. Eine Bepflanzung mit Bäumen und die Anlage eines Brunnens mit Wasserspielen würde nicht nur den Weihnachtsmarkt, sondern auch andere Veranstaltungen im Jahresverlauf gefährden, schließlich sei der Platz vor dem Rathaus der einzige, auf dem größere Veranstaltungen stattfinden könnten. Die bisherigen Weihnachtsmarkt-Beschicker haben angekündigt, ihrerseits in die Attraktivitätssteigerung investieren zu wollen, wenn sie von der Politik eine mehrjährige Planungssicherheit erhalten.

Am morgigen Donnerstag wollen sich Politiker und Schausteller treffen und die unterschiedlichen Vorstellungen und Ideen auf den Tisch legen. Soll ein neues Konzept bereits in diesem Jahr greifen, drängt die Zeit: „Spätestens bis zu den Sommerferien muss eine Entscheidung fallen“, betont Bert Cremer.

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