Nietans Ja zu Afghanistan

Von: bel
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Dietmar Nietan stellten sich d
Dietmar Nietan stellten sich den Fragen Kreuzauer Schüler im Schulzentrum. Foto: bel

Kreuzau. Der Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan (SPD) war angesagt und Schülerinnen und Schüler der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums hatten sich im Gymnasium Kreuzau versammelt, um den Mann aus Berlin mit Fragen zu löchern.

Eingeladen hatte Carmen Creutz, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der UNICEF Düren. Vom 14. bis 20. November war die UNICEF-Aktionswoche, während der Politiker mit Kindern und Jugendlichen über ihre Rechte diskutieren konnten. Dies wurde jetzt in Kreuzau mit etwas Verspätung nachgeholt.

Von der Aufforderung des Bundestagsabgeordneten an die Schülerinnen und Schüler aus den Abschlussklassen von Hauptschule und Realschule sowie aus dem Sowi-Kurs der Sekundarstufe II des Gymnasiums, kritische Fragen zu stellen, machten die Pennäler regen Gebrauch. Vielen Fragern ging es zunächst um ihre eigene Schulsituation.

Der Stress mit der verkürzten Schulzeit für Gymnasiasten auf acht Jahre (G 8) brannte vielen unter den Nägeln, zumal nach Meinung vieler zwar die Zeit verkürzt, die Lehrpläne aber nicht entsprechend entrümpelt worden seien. Nietan verteidigte die Verkürzung auf acht Jahre wegen der Angleichung an die anderen europäischen Staaten, musste den Diskutanten aber Recht geben, was die Stoffverteilung betrifft.

Viele Schüler beklagten, dass Klassen zu voll seien, so dass sich der Lehrer nicht genügend um jeden Schüler kümmern könne. Nietan erklärte, dass eine bessere Bildung und Ausbildung immer wieder vom Geld diktiert werde.

Kleinere Klassen bedeuteten die Einstellung von mehr Lehrern, und das koste eben mehr Geld. Er warb für die Einführung von Ganztagsschulen wie die Gesamtschulen, wo Schüler weniger Stress hätten, weil Unterricht und Förderung der Schüler in der Schule stattfinden.

Ob das Geld, das für die unzähligen Rettungsschirme für einzelne Staaten in Europa gezahlt oder gar für den Auslandseinsatz in Afghanistan verwendet wird, nicht besser in die Bildung in Deutschland gesteckt werde?, lautete eine kritische Frage, zumal sowohl den Griechen als auch den Afghanen nicht zu helfen sei. Der SPD-Politiker bekannte sich zur Hilfe für Afghanistan, schilderte, dass afghanische Frauen nach dem Uno-Einsatz wieder ohne Burka über die Straße gehen und afghanische Mädchen die Schule besuchen dürfen.

Die Rettung Griechenlands und anderer Staaten durch die der EU verteidigte Nietan mit Vehemenz, profitiere doch gerade Deutschland durch eine funktionierende EU-Wirtschaft stärker als alle anderen europäischen Staaten.
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