Niederzierer Theatergruppe begeistert mit Inszenierung

Von: Bruno Elberfeld
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Chantal Praliné hat schon ihre Sonderwünsche, sollte sie neue Karnevalsprinzessin von Niederzier werden. Foto: Bruno Elberfeld

Niederzier. Jede Menge Spaß, gute Laune und Szenenapplaus gab es im Bürgersaal von Niederzier, wohin die Mitglieder der „Theatergruppe 95“ zu ihrer 18. Premiere eingeladen hatten. Und immer wenn die Theaterleute rufen, ist volles Haus angesagt.

Zur Premiere des Stücks „Wer kritt de Hall?“ waren sogar zahlreiche Prominente aus Politik, Institutionen und Vereinen erschienen. Und wie fast immer bei den vergangenen Auftritten läutete Sängerin Rosita, die kölsche Sängerin, das Geschehen mit dem Lied „Theater, Theater“ ein. Wenn der Song auf der Niederzierer Bühne erklingt, dann ist Theaterzeit im Bürgerhaus.

Zum Inhalt: In Niederzier gibt es zwei Karnevalsvereine, die KG „Stramme Jonge“ und die KG „Flöckchen“. Bisher haben die Männer von den „Stramme Jonge“ sämtliche Sitzungen und Kostümbälle in der Festhalle abhalten können. Die „Flöckchen“, deren Vereinskasse mit 4000 Euro gut gefüllt ist, wollen die Halle zumindest für einen Abend haben. Darüber sind ihre männlichen Kollegen zunächst aber gar nicht erbaut.

Sie bringen ihre ablehnende Haltung jedoch durch eigenes Verschulden ins Wanken. Mitglieder des Elferrats machen sich auf zur „Trockensitzung“ nach Frechen, wo es keinen Alkohol gibt. Um diese Durststrecke zu überstehen, schütten sie auf dem Weg dahin eine Unmenge „geistiger Getränke“ in sich hinein. Sie landen in Frechen im „Donna Klara“, einem Etablissement, in dem sie die Vereinskasse der „Stramme Jonge“ umsetzen.

Ludwig Schulz (Wiljo Eiler), ihr Präsident, sucht am nächsten Morgen seine Kappe. Hugo Bein (Michael Holstein) hat sogar seine ganzen Klamotten mit einem Transvestiten getauscht. Das Problem „Karnevalsprinzessin“ kommt hinzu. Soll es – wie schon versprochen – die etwas affektierte Chantal Praliné machen oder das unbedarfte Bärbelchen Hahn (Ramona Müller brillierte in einer Doppelrolle), deren Opa Jupp Hahn (Werner Dohr) Alterspräsident der Stramme Jonge ist?

Die Theatergruppe hat alles selbst gemacht. Das Stück stammt aus vereinseigener Feder, Kulissen, Kostüme und Masken erzählen vom Einfallsreichtum der agierenden Männer und Frauen. Die Schauspieler schlüpfen gekonnt in ihre Rollen. Es spielten außerdem mit: Liesel Wirtz, Dirk Erken, Bärbel Hegi und Horst Werres.

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