Niederzier: Letztes Duell vor der Wahl

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In der randvollen Aula der Gesamtschule Niederzier-Merzenich stellten sich die beiden Kontrahenten den Fragen der Moderatoren Jörg Abels (Dürener Zeitung) und Ingo Latotzki (Dürener Nachrichten). Foto: Sarah Maria Berners
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In der randvollen Aula der Gesamtschule Niederzier-Merzenich stellten sich die beiden Kontrahenten den Fragen der Moderatoren Jörg Abels (Dürener Zeitung) und Ingo Latotzki (Dürener Nachrichten). Foto: Sarah Maria Berners

Niederzier. Am Sonntag wird in Niederzier der Bürgermeister neu gewählt. Peter Frohn (CDU) fordert Amtsinhaber Hermann Heuser heraus. Am Dienstagabend trafen sich die beiden Kandidaten auf Einladung unserer Zeitung zum letzten Schlagabtausch.

In der randvollen Aula der Gesamtschule Niederzier-Merzenich stellten sich die beiden Kontrahenten den Fragen der Moderatoren Jörg Abels (Dürener Zeitung) und Ingo Latotzki (Dürener Nachrichten). Die Rollen waren von Beginn an klar verteilt. Amtsinhaber Hermann Heuser, 2008 noch gemeinsamer Kandidat von CDU und SPD, verwies auf die Bilanz seiner Amtszeit. Peter Frohn übte als Herausforderer an vielen Stellen Kritik und forderte eine andere Herangehensweise.

Schon im Wahlkampf hatte sich das Thema Infrastruktur als großer Streitpunkt herauskristallisiert. „Wir haben von 2008 bis 2012 20,4 Millionen Euro in unsere Infrastruktur investiert“, sagte Heuser, der sich erneut für eine solide Finanzpolitik ohne Schulden stark machte. Damit begegnete er Vorwürfen, er wolle die Infrastruktur „kaputtsparen“. Frohn dagegen sprach sich bei Punkten wie der Sanierung des Lehrschwimmbeckens Hambach oder der personellen Ausstattung des Bauhofs für eine höhere Investitionsfreude aus.

Der Herausforderer bezweifelte gar, dass Niederzier schuldenfrei sei und erwähnte die Verbindlichkeiten des Schulverbandes, die er auf 2,5 bis drei Millionen Euro taxierte. Heuser konterte: „Das hat mit der Gemeinde Niederzier und unserem Haushalt nichts zu tun.“ Der Amtsinhaber betonte immer wieder die Wichtigkeit einer vorausschauenden Finanzplanung („Wir müssen die Finanzen in Ordnung halten - da hängt alles dran“ ), für die auch Frohn die Verwaltung loben musste.

Der 55-jährige Unternehmer und Diplom-Volkswirt sieht sich durch seine Berufserfahrung gut gewappnet für einen möglichen Wechsel in die Verwaltung. „Ich brauche auch keinen Beigeordneten. Wir haben gute Mitarbeiter in den Ämtern“, betonte der CDU-Herausforderer, der freies WLan auf öffentlichen Plätzen und eine bessere Anbindung von Forschungszentrum und FH Jülich ins Spiel brachte.

Heuser verwies auf seine langjährige Erfahrung und die gute Situation Niederziers im Vergleich mit den Nachbarkommunen. „Hebesätze wie bei unseren Nachbarn sind bei uns nicht gewollt. Wir wollen nicht auf Pumpf leben“, sagte der Bürgermeister. Wer dieses Amt künftig innehat, entscheiden am Sonntag die Wähler in Nierderzier.

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