Niederauer Mühle: Rat will weitere Belästigungen vermeiden

Von: Franz Sistemich
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Tetrapacks werden auch in der
Tetrapacks werden auch in der Niederauer Mühle verarbeitet, die einen Antrag gestellt hat, alle Kesselanlagen parallel laufen zu lassen.

Kreuzau. Die Niederauer Mühle möchte - wir berichteten - ihre drei Kesselanlagen im Parallelbetrieb laufen lassen. Dann, argumentiert sie, könne sie flexibler und wirtschaftlicher handeln. Allerdings würde der Parallelbetrieb dazu führen, dass die Gesamtfeuerungswärmeleistung von 45,5 Megawatt auf 62 Megawatt steigt.

Damit würde die Schwelle von 50 MW überschritten, so dass es sich um eine Großfeuerungsanlage handelt, die genehmigt werden muss.

Einen entsprechenden Antrag hat die Niederauer Mühle am 11. Juli bei der Kölner Bezirksregierung gestellt. Die Kölner haben die Gemeinde Kreuzau als Träger öffentlicher Belange aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben. Diese muss bis zum 26. September bei der Behörde am Rhein eingetroffen sein.

Und deshalb kommen die Mitglieder des Kreuzauer Kommunalparlamentes in dieser Woche an einem ungewöhnlichen Tag und deshalb auch zu einer ungewöhnlichen Zeit zu einer Sitzung im Rathaus zusammen: Am Freitag, 14. September, beratschlagen und entscheiden sie ab 18 Uhr im Kreuzauer Rathaus. Vier Tagesordnungspunkte umfasst der öffentliche Teil. Unter Punkt 2 haben es die Ratsvertreter mit der Niederauer Mühle zu tun.

Im Juni haben die Ratsmitglieder beschlossen, einen Bebauungsplan „Betriebsgelände Niederauer Mühle” aufzustellen. Deshalb sollen im ersten Unterpunkt die konkreten Planungsziele des Bebauungsplanes festgelegt werden. Zum Beispiel sollen die zulässigen Lärmemissionen kontingentiert werden, sollen Vorkehrungen zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Gerüchen festgesetzt werden.

Im zweiten Unterpunkt will der Rat eine Veränderungssperre für den Geltungsbereich des Bebauungsplanes erlassen. Weil der Antrag der Mühle nicht mit den Zielen des Bebauungsplanes übereinstimmen wird, soll der Rat eine Entscheidung über den Antrag zurückstellen, damit die Veränderungssperre gültig werden kann. Auch die Mitglieder des Umwelt- beziehungsweise des Bauausschuss des Rates der Gemeinde Kreuzau beschäftigen sich mit den drei Punkten. Die gemeinsame Sitzung der beiden Ausschüsse beginnt beginnt am morgigen Donnerstag um 19 Uhr.
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