Nideggens neues Schmuckstück auf dem Marktplatz

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
13520149.jpg
Bildhauer Egbert Broecken (r.) zeigt den Entwurf des künftigen Tastmodells (v.l.): Hermann-Josef Weingartz (Lions Club), Ralf Sawatzki (NRW-Stiftung), Margit Göckemeyer (Ex-Bürgermeisterin), Matthias Büchel (stellv. Vorsitzender Heimat- und Geschichtsvereins), Heinrich Krantz (Lions Clubs) und Gabriele Schoeller. Foto: bel

Nideggen. Im Kreis Düren wird es wohl das einzige Modell seiner Art sein: das Tastmodell aus Bronze, das im Frühjahr 2017 auf dem Marktplatz von Nideggen zwischen Brunnen und Linde aufgestellt wird. Blinde, Sehbehinderte, aber auch Sehende seien von diesen Modellen „begeistert“, erzählte Egbert Broecken.

Der Bildhauer habe schon 120 solcher Skulpturen in Deutschland und im Ausland installiert. Durch Ertasten des Modells, das bei der Vorstellung einem überdimensionalen Schlüssel ähnelte, wird die reale Umgebung hautnah erfahren.

In Nideggen wurde jetzt im Rathaus und am vorgesehenen Standort das sogenannte Positiv gezeigt. Egbert Broecken aus Elver bei Soest hat Burganlage, Kirche und den historischen Stadtkern von Nideggen aus Plastik dargestellt, so dass die Betrachter einen ersten Eindruck von der Skulptur im Maßstab 1 zu 600 bekommen konnten. Das Modell mit dem Maßen 1,2 mal 1,3 Meter wird aller Voraussicht nach auf einem 80 Zentimeter hohen aus Buntsandsteinen gemauerten Sockel seinen Platz finden.

Interessiert begutachteten die Gäste das vorläufige Muster, fanden ihre eigenen Häuser, vermissten jedoch hier und da Stadt- und andere Mauern, die der Künstler aber mit Hilfe einer Luftaufnahme ergänzen will.

Das aufwendige Verfahren geht weiter: Der Kunststoff wird mit Silikon eingepinselt und mit einer Gipskappe stabilisiert. Das Silikon wird abgezogen, Eingänge für die Bronze und Ausgänge für die entweichende Luft werden geschaffen, Schamott wird eingegossen. Der Ofen wird auf 640 Grad erhitzt.

In die entstehenden Zwischenräume lässt man flüssige Bronze fließen. Das soll noch Ende des Jahres passieren. Für das Aufstellen des Modells wird noch ein passender Termin ausgeguckt, der zu einem Festakt werden soll.

Heinrich Krantz vom Lions Clubs Kreuzau-Rureifel zeigte sich hocherfreut, dass sein Wohnort bald über eine weitere Attraktion verfügen wird. „Ich bin sehr glücklich“, sagte er, „dass es uns allen gelungen ist, dieses Schmuckstück auf dem Marktplatz zu platzieren.“

Unter den Gästen begrüßte Krantz die Initiatoren und Sponsoren des Projekts, unter ihnen die ehemalige Bürgermeisterin Margit Goeckemeyer, die Vertreter des Heimat- und Geschichtsvereins, Mitglieder des Lions Clubs Kreuzau, an ihrer Spitze Hermann-Josef Weingartz. Sponsorenvertreter sahen sich das Positiv-Modell ebenfalls an: Gabriele Schoeller, Ralf Sawatzki von der „NRW-Stiftung“. Finanziell aktiv waren zudem die „F. Victor-Rolff-Stiftung“, die „Natur- und Kulturstiftung der SK Düren“ und ein privater Spender aus Leverkusen.

Das Modell werde ohne Sockel 29.000 Euro kosten. Den Sockel wird die Stadt Nideggen bauen lassen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert