Nideggens Haushaltsdefizit fällt 2015 deutlich niedriger aus

Von: bugi
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Kämmerin Carola Gläser : „Die Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen sind höher als die Zuwendungen des Landes.“ Foto: Burkhard Giesen

Nideggen. Das Haushaltsdefizit der Stadt Nideggen ist im Jahr 2015 niedriger ausgefallen als zunächst geplant. Hatte die Stadt ursprünglich mit einem Minus von knapp 867.000 Euro gerechnet, lag es im Ergebnis bei 503.000 Euro.

Einer der Gründe dafür: Die Erträge sind deutlich höher ausgefallen als vorgesehen. Das wird insbesondere bei den Steuereinnahmen deutlich. Im Vergleich zu 2014 hat die Stadt 2015 rund 1,1 Millionen Euro mehr eingenommen – gerechnet hatte man mit einem Plus von 630.000 Euro. Das ist im Wesentlichen auf Mehrerträge bei der Gewerbesteuer zurückzuführen. Das Ziel verfehlt hat man hingegen bei der im Januar eingeführten Übernachtungssteuer.

Die sollte zusätzliche Erträge in Höhe von rund 90.000 Euro in die Kasse spülen. Tatsächlich konnten jedoch nur 45.000 erzielt werden. Positiv aus den Haushalt haben sich auch die Beiträge der Sportvereine für die Nutzung städtischer Sportstätten ausgewirkt. Wie wenig steuerbar die Planung ist, zeigt ein anderes Detail: So konnte die Kommune zwar um 466.000 Euro höhere Einnahmen aus der Kostenerstattung des Landes für Flüchtlinge verbuchen, musste aber umgekehrt gleichzeitig selbst ebenfalls mehr Geld aufwenden.

Kämmerin Carola Gläser: „Die Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen sind höher als die Zuwendungen des Landes.“ Selbst Außentemperaturen wirken sich positiv auf einen städtischen Haushalt aus. Carola Gläser: „Bedingt durch den milden Winter konnten die Personalkosten des Bauhofes um 68.000 Euro unter dem Planansatz bleiben.“ Auch bei den Energiekosten konnten deswegen Einsparungen erzielt werden.

Positive Nachrichten gibt es auch noch an anderer Stelle: Das anhaltend niedrige Zinsniveau hat dazu geführt, dass die Stadt in 2015 mehr als 150.000 Euro Zinsen weniger zahlen musste, als ursprünglich eingeplant. Das wird sich in 2016 fortsetzen, wie Gläser betonte: „Wir haben unsere Liquiditätskredite weiter anpassen können und liegen teilweise bei einem Zinsniveau von null Prozent. In anderen Bereichen konnten wir Verbesserungen von bis zu drei Prozent erzielen.“ Damit kann auch das ehrgeizige Ziel, 2016 erstmals wieder schwarze Zahlen zu schreiben, gelingen. Carola Gläser: „Wir liegen zur Jahreshälfte im Soll.“

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