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Nideggener Sängerin träumt vom Eurovision Song Contest

Von: Lukas Weinberger
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Im Fokus: Jessica Gerlach träumt von einer Teilnahme am Eurovision Song Contest. Die 22-Jährige hat das Video für ihr Lied „Keep your hands off“ mit Ulrich Felsmann (links) und Thomas Bernecker auf Burg Nideggen gedreht. Foto: Lukas Weinberger

Nideggen. Viel herumgekommen ist Jessica Gerlach bisher noch nicht. Die Zeit habe schlicht gefehlt, sagt sie und zuckt mit den Schultern. Jetzt aber hat sie ein konkretes (Reise-)Ziel vor Augen: Dänemark soll‘s sein. Nein, nicht als einfache Touristin. Keine Städtetouren, keine Sehenswürdigkeiten.

Die Nideggenerin hat Größeres vor: Sie will am 10. Mai in Kopenhagen sein. Dort, wo dann der Eurovision Song Contest (ESC) steigt, wo ganz Europa um die Wette singt. Und die 22-Jährige will nicht vor der Bühne stehen – sondern darauf. „Einmal am ESC teilzunehmen – das war schon immer mein großer Traum“, sagt sie.

Diesen Wunsch will sich Jessica Gerlach erfüllen. Jetzt und sofort. Im Internet ist vor wenigen Wochen dazu aufgerufen worden, sich für eine Wildcard für den deutschen Vorentscheid am 13. März zu bewerben. Jessica Gerlach hat Nägel mit Köpfen gemacht – und sich beworben. Ihr bisher größtes musikalisches Projekt?

Die Sängerin wiegt den Kopf hin und her, dann folgt erneut ein Schulterzucken. „Es ist auf jeden Fall das schnellste“, sagt sie mit einem Lächeln. Die Nideggenerin hatte zunächst mit ihrer Cover-Band „Subject 5“ über eine mögliche Bewerbung gesprochen. Ihre Kollegen waren zunächst Feuer und Flamme, dann fehlte aber die Zeit. Aus der Traum? Mitnichten.„Dann hab‘ ich’s halt alleine durchgezogen“, sagt sie und schmunzelt.

Stressige Wochen liegen hinter ihr. Mit dem Kreuzauer Produzenten Peter Meyer hat sie im Eiltempo ein Lied aufgenommen, vier Tage vor Bewerbungsschluss ist die Endfassung fertig geworden. „Keep your hands off“ heißt es, klingt poppig, gleichzeitig rockig – ein bisschen wie ein Mix aus Lady Gaga und Jennifer Rostock. Kein typisches Songcontest-Lied, aber doch mit eingängigen Strophen und einem Refrain zum Mitsingen.

Nachdem sie den letzten Ton im Studio eingesungen hatte, folgte auch schon der Videodreh. Mit Filmemacher Thomas Bernecker und Kameramann Ulrich Felsmann hat Jessica Gerlach auf Burg Nideggen gedreht. Ein Stückchen Heimat, alte Gemäuer, ein toller Ausblick – all das passt auch zu „Keep your hands off“. Und auch die Zeit reichte aus: Am letzten Tag der Frist reichte auch die Nideggenerin ihre Bewerbung ein. Gerade noch pünktlich.

Die Arbeit der vergangenen Tage sieht man Jessica Gerlach nicht an, sie ist zufrieden. Vor allem ist sie zuversichtlich. „Wenn ich mir keine Chancen ausrechnen würde, dann hätte ich mir die ganze Mühe nicht gemacht“, sagt sie. Klar, sie weiß, dass „viel zu viele Konkurrenten“ mit im Rennen sind, Hoffnung ist dennoch da. Einen Plan für den Fall, dass sie den Traum von der ESC-Teilnahme weiterleben darf, hat sie nicht. „Das gehe ich ganz spontan an.“ Und wenn’s nicht klappt? „Dann geht die Welt nicht unter.“

Denn unabhängig vom ESC will Jessica Gerlach weiter auf der Karriereleiter emporkraxeln. Der Song „Keep your hands off“ wird im Internet zu kaufen sein, ein Album ist bereits in Planung. Eine Stippvisite in Kopenhagen würde ihrem Weg nach oben sicher keinen Abbruch tun.

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