Düren/Nideggen - Nideggener kauft Sturmgewehr und Handgranate

Nideggener kauft Sturmgewehr und Handgranate

Von: hp
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Düren/Nideggen. Seine Vorliebe für Waffen hatte für einen 49 Jahre alten Mann aus Nideggen vor dem Dürener Schöffengericht ein Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vier Straftaten vor, die ihn als Vergehen und Verbrechen gegen Waffen- beziehungsweise Kriegswaffenkontrollgesetz auf die Anklagebank brachten.

Eine besondere Dimension lag in der Art der Schießgeräte. Denn auf einer Waffenbörse in Belgien erwarb der Angeklagte 2007 ein vollautomatisches Sturmgewehr und eine Handgranate. Im Winter 2007/2008 stieg er in den Bungalow eines verstorbenen Jägers ein, um dort Gewehre zu erbeuten. Wenig später tauschte er ein Gewehr gegen eine Pistole und die dazu passende Munition gleich dazu. Einige der gefährlichen Utensilien, die der Staatsanwalt nicht direkt als Arsenal, aber doch als Sammlung bezeichnete, verkaufte der Nideggener an einen Waffenliebhaber, den der Angeklagte aus der Zeit kannte, als er eine mehrjährige Haftstrafe verbüßte. Der Rest der gefährlichen Stücke wurde schließlich bei einer Hausdurchsuchung im März 2010 beschlagnahmt.

Bei der Hauptverhandlung wurde auch an drei Vorstrafen des Angeklagten erinnert, eine Anklage wegen schwerer räuberischer Erpressung wurde mit fünf Jahren und neun Monaten geahndet. Doch diese Tat liegt knapp 25 Jahre zurück.

Für die aktuellen Straftaten verurteilte das Dürener Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Hans-Georg Wingen den 49-Jährigen, der in vollem Umfang geständig war und auch bei den Ermittlungen kooperierte, zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird. Als spürbare Buße muss der Angeklagte 500 Euro an eine soziale Einrichtung zahlen. Auf die Empfehlung des Richters „Hören Sie endlich auf damit”, hatte der Angeklagte bereits in seinem „letzten Wort” vor dem Urteilsspruch reagiert: „Mich werden Sie hier nicht wiedersehen!”

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