Nideggener ist mit seiner Trompete in Sotschi

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:

Sotschi/Nideggen. Mit Maria-Höfl Riesch konnte er nach ihrem Sieg in der alpinen Super-Kombination schon ein paar Worte wechseln, auch der neuen Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger hat er am Dienstagabend persönlich zur Goldmedaille gratuliert: Der Nideggener Peter Blum schnuppert in diesen Tagen in Sotschi am Schwarzen Meer olympische Luft.

Der 45-Jährige ist aber nicht als sportbegeisterter Tourist vor Ort, sondern dienstlich. Auf Einladung der Stiftung Deutsche Sporthilfe gastiert er mit der Big Band der Bundeswehr noch bis zum kommenden Montag in der Olympiastadt und sorgt im Deutschen Haus für Stimmung, wenn die Medaillengewinner gefeiert werden.

Für den 45-jährigen Stabsfeldwebel, der seit 1995 als Trompeter Mitglied der Big Band ist, sind es die ersten Winterspiele. Klar, dass er die Gelegenheit nutzen will, auch den einen oder anderen Wettkampf live zu verfolgen. „Wir werden uns am Samstag auf jeden Fall den alpinen Super-G der Frauen ansehen“, erklärt Blum, „und die Daumen für die deutschen Starterinnen drücken“.

Ob die Zeit noch für weitere Wettkämpfe reicht, ist derzeit noch ungewiss. Obwohl aber die Tribünen bei vielen Wettkämpfen bisher nur spärlich gefüllt waren, sei es sehr schwer an Eintrittskarten zu kommen, berichtet Blum. Stundenlanges Anstehen für die personalisierten Tickets sei an der Tagesordnung. Zumindest die Eintrittskarten für den Super-G in den Bergen von Krasnaja Poljana, 40 Kilometer nordöstlich von Sotschi haben er und seine Kollegen zum Glück bereits in der Tasche.

Überhaupt seien die Sicherheitsvorkehrungen in der Olympiastadt immens. „Ich bin noch nie so oft durchleuchtet worden wie hier in Sotschi“, berichtet der Nideggener. Und dabei hat er mit der Bundeswehr-Big-Band als Botschafter der Bundesrepublik schon einige Länder bereist. Untergebracht ist der Musiker mit seinen Kollegen in einem der Hotelschiffe im Hafen von Sotschi, das Olympische Dorf in Sichtweite.

Schon auf dem Weg dorthin gibt es immer wieder Kontrollen wie am Flughafen. „Und auf dem Weg zu den Sportstätten alle 500 Meter sieht man Scharfschützen und Polizei“, berichtet Blum. Am morgigen Freitag spielt Blum mit der Big Band wieder im Deutschen Haus. Ob er dann eine weitere Goldmedaille feiern darf, wird sich zeigen. Am Montag reist die Bundeswehr-Big-Band wieder aus Sotschi ab. Am 28. April gastiert sie in Düren .

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert