Nideggen muss finanziell alles in Frage stellen

Von: sis
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Nideggen. Die Mitteilungen, die die Nideggener Stadtverwaltung in regelmäßigen Abständen der Kommunalpolitik zukommen lassen, dürften den Damen und Herren Ratsvertretern noch manche Diskussionsrunde bescheren.

„Unsere finanzielle Situation hat sich so zugespitzt, dass wir Ihnen jetzt jeweils vor einer Ratssitzung einen Überblick geben”, kündigte Peter Esser, der Leiter der Finanzabteilung, Dienstag in der Sitzung des Rates an. Um der drohenden Überschuldung entgegenzuwirken, muss in Nideggen alles in Frage gestellt werden. Die Verwaltung wartete denn auch mit Themenbereichen auf, in denen gespart oder in denen mehr Einnahmen erzielt werden müssten.

Potenzielle Einsparungen sieht die Verwaltung beispielsweise beim Schulzentrum, das einen jährlichen Zuschussbedarf von 1,5 Millionen Euro hat, dessen Kapitaldienst 615000 Euro beträgt. Bei 18 Spielplätzen, 13 Sport- und Bolzplätzen sowie vier Sportheimen besteht nach Ansicht der Verwaltung auch Handlungsbedarf. Mögliche Alternativen: Reduzierung oder Paten suchen bei den Spielplätzen, Reduzierung der Sportplätze oder sie den Vereinen übertragen sowie mit Blick auf die Sportheime pauschale Zuschüsse. Ins Visier der Verwaltung sind auch die Feuerwehr, Bürgerhäuser, Grillhütten, Lehrschwimmbecken und die Freibäder in Abenden und Eschauel geraten. Für die Wehr könnte in Zukunft nur noch das unbedingt Notwendige getan werden, die Freibäder könnten geschlossen oder an Dritte übergeben werden. Die Hebesteuersätze sieht die Verwaltung so gut wie ausgereizt, die erhöhten Hundesteuern lägen immer noch unter dem Durchschnitt.

Das Fazit der Verwaltung lautet: Zeichen setzen, um die Ehre zu retten. Denn einen eingesetzten „Sparkommissar” wollen sie in Nideggen nicht.
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