Nideggen mit dem Tastmodell einmal anders erleben

Von: Bruno Elberfeld
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Bildhauer Egbert Broecken (Dritter v. r.) übergab Bürgermeister Marco Schmunkamp das Tastmodell von Nideggen und der Burganlage, das sehbehinderten Menschen bei der Orientierung helfen soll. Foto: bel

Dueren. Nideggen. Die Stadt Nideggen ertasten – das macht das bronzenfarbene Tastmodell von Bildhauer Egbert Broecken für Sehbehinderte, aber auch Sehende möglich. Die Übergabe des 120 mal 130 Zentimeter großen Objektes an den parteilosen Bürgermeister Marco Schmunkamp wurde von einem kleinen Fest in der Nideggener Innenstadt begleitet.

Federführend bei diesem Projekt war der Lion-Club „Kreuzau-Rureifel“. Präsident Dr. Conrad Püllen, ließ in seiner Begrüßungsrede noch einmal die Entstehungsgeschichte des Modells aufleben: „Dieser Tag ist für Nideggen, seine Bewohner, aber vor allem für Menschen mit dem Handicap der Sehminderung oder des Sehverlustes, von ganz besonderer Bedeutung“, stellte der Präsident der Lions fest.

Idee und Realisation des Projekts seien ein gutes Beispiel für gelungene Inklusion, fuhr Püllen fort. Denn jetzt könnten alle Menschen die wunderbare Eifelstadt im Modell hautnah erfassen. Bürgermeister Schmunkamp schloss sich dem an: „Sehen ist nicht selbstverständlich. Deshalb mein Wunsch: Nehmen Sie diese schöne Umgebung bewusst wahr!“

Die Idee für ein Tastmodell war schon 2014 bei einem Gespräch des damaligen Activity-Beauftragten des Clubs, Heiner Krantz, und der ehemaligen Bürgermeisterin, Margit Göckemeyer entstanden.

Mit Hilfe der vielen Sponsoren – Lions Club Kreuzau-Nideggen, F. Victor-Rolff-Stiftung Burg Gladbach, Kultur- und Naturstiftung der Sparkasse Düren, NRW-Stiftung Düsseldorf sowie vieler privater Spender wurde die Summe von 30000 Euro aufgebracht. Der renommierte Bildhauer und Objektdesigner Egbert Broecken übernahm die künstlerische Gestaltung des Modells. Bereits 140 Modelle sind unter seinen Händen erstanden.

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